Vorsicht, Falle! "Brauchst du ein 'Taxi'?" - Vermeintliche Hilfsbereitschaft endet mit Schlägen und Tritten
Rosenheim - Ist das eine neue Masche? Man geht nachts nach Hause, plötzlich bleibt ein Auto neben einem stehen und der Fahrer fragt: "Hey, soll ich dich irgendwohin mitnehmen?" Dieses vermeintlich nette Angebot könnte böse enden - wie ein junger Mann im oberbayerischen Rosenheim feststellen musste.
Der 28-Jährige aus dem Landkreis war am Montagmorgen gegen 2.45 Uhr in der Innenstadt unterwegs. Er war zu diesem Zeitpunkt mit über zwei Promille stark alkoholisiert.
In der Kaiserstraße fragte ihn ein Unbekannter, ob er möglicherweise ein "Taxi" bräuchte. Eine Formulierung, die sich als "Mitfahrgelegenheit" in der Umgangssprache etabliert hat.
Der Betrunkene nahm diese vermeintliche Hilfsbereitschaft dankend an. Ein Fehler. Als dem ahnungslosen Opfer während der Fahrt übel wurde, bat es den Fremden, anzuhalten.
"Der verlangte für eine Fahrstrecke von knapp zwei Kilometern rund 50 Euro. Diesen Betrag wollte der 28-Jährige nicht bezahlen und plötzlich schlug der Unbekannte mit den Fäusten auf ihn ein", teilte die Polizeiinspektion Rosenheim am Montag mit.
"Nach seinem fluchtartigen Aussteigen aus dem Taxi stolperte er und der Unbekannte trat am Straßenrand mit den Füßen auf ihn ein." Der junge Mann erlitt dabei Prellungen und Schürfwunden.
Gesucht: Prügelnder BMW-Fahrer mit Halbglatze und Badelatschen
Auf der Suche nach dem illegalen Taxifahrer hoffen die Ermittler auf mögliche Hinweise aus der Bevölkerung. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.
Beim Fahrzeug handelt es sich um einen silberfarbenen 3er-BMW mit einem Kennzeichen aus Bulgarien. Auch zum Fahrer gibt es eine Personenbeschreibung.
Der männliche Täter war etwa 1,70 Meter groß und sein Gewicht wurde auf etwa 85 Kilo geschätzt. Er hatte eine Halbglatze, die Haarfarbe wird als schwarz beschrieben.
Bekleidet war der Mann mit einem hellgrünen T-Shirt und einer weiten, kurzen Hose. Außerdem trug der Unbekannte weiße Badelatschen.
Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200 bei der Rosenheimer Polizei zu melden.
Titelfoto: Paul Zinken/dpa

