Illegal kostenlos ins Stadion? Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Stadt Köln

Köln - Haben zwei Mitarbeiter der Stadt Köln ihre Position ausgenutzt, um gemeinsam mit Freunden und Kollegen kostenlos Spiele des 1. FC Köln im Stadion zu verfolgen? Genau darum drehen sich jetzt Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft.

Die Karten für das Stadion waren nur für die beiden Mitarbeiter vorgesehen, und zwar nur, wenn sie dort auch arbeiten.
Die Karten für das Stadion waren nur für die beiden Mitarbeiter vorgesehen, und zwar nur, wenn sie dort auch arbeiten.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im Fokus der Ermittlungen sollen laut des Berichts des Kölner Stadt-Anzeigers zwei Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes stehen.

Die beiden hochrangigen Mitarbeiter sollen demnach Zutrittskarten, die für Einsätze im Stadion des FC gültig waren, benutzt haben, um auch privat Spiele zu verfolgen. Und damit nicht genug: Die Karten sollen sie auch an Kollegen, Freunde und Verwandte weitergegeben haben.

Laut Informationen der Zeitung war das deshalb möglich, weil die Zutrittskarten nicht personalisiert sind. Die Stadt Köln wollte sich auf eine Anfrage dazu wegen der laufenden Ermittlungen nicht äußern. Ebenso wenig wie der 1. FC Köln, wo ein weiterer Mitarbeiter aus dem Ticketing unter Verdacht steht, von dem Betrug zumindest gewusst zu haben.

35 Tonnen Kokain im Hamburger Hafen gefunden! Größte deutsche Drogen-Razzia aller Zeiten
Razzia 35 Tonnen Kokain im Hamburger Hafen gefunden! Größte deutsche Drogen-Razzia aller Zeiten

Klar ist aber schon jetzt: Sollten die Vorwürfe stimmen, hätte der Verstoß für die beiden Mitarbeitenden des Ordnungsdienstes ernsthafte Konsequenzen.

Die Annahme von Vergünstigungen fällt unter den Vorwurf der Untreue.

Razzia wegen illegaler Vorteilsannahme bereits im April

Was bei den Anschuldigungen herauskommt, wird sich noch zeigen. Fest steht: Die Kölner Staatsanwaltschaft, die den Vorfall inzwischen bestätigt hat, hatte bereits am 18. April Büroräume des Kölner Ordnungsdienstes durchsuchen lassen.

Titelfoto: Bildmontage: Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema Razzia: