Razzia in Kölner Ausländeramt: Machte Mitarbeiterin mit Schleuserring Geschäfte?

Köln - Eine Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramtes soll falsche Ausweisdokumente ausgestellt und einem mutmaßlichen Schleuserring gegen Geld überlassen haben.

Bei der Razzia wurde eine Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramtes festgenommen. (Symbolbild)
Bei der Razzia wurde eine Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramtes festgenommen. (Symbolbild)  © Vincent Kempf/dpa

Nach Angaben der Bundespolizei sind die Frau sowie zwei Männer am Donnerstag festgenommen worden. Gegen die drei Beschuldigten hätten Haftbefehle vorgelegen.

In dem Ermittlungsverfahren gehe es um den Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern.

Bei der Frau soll es sich um eine Angestellte der Stadt Köln handeln.

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Das berichtet die Kölnische Rundschau. Die Mitarbeiterin des Ausländeramtes der Stadt Köln soll sogenannte Fiktionsbescheinigungen und Reisepässe für Ausländer ausgestellt und den weiteren Beschuldigten gegen Bezahlung überlassen haben.

Zudem seien im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln am Donnerstag zwölf Objekte im Raum Köln, in Gelsenkirchen sowie im Großraum Limburg in Hessen durchsucht worden. Dabei handele es sich um Wohnungen und Büroräume.

Die Bundespolizei ermittelt gegen insgesamt elf Tatverdächtige. Sie sollen Menschen überwiegend aus Syrien unrechtmäßig ausgestellte Ausweisdokumente zur Verfügung gestellt haben, um ihnen die unerlaubte Einreise ins Bundesgebiet zu ermöglichen.

Mehrere Tausend Euro pro Schleusung

Bisher seien 26 Fälle ermittelt worden, in denen mehrere Tausend Euro pro Schleusung bezahlt worden sein sollen, teilte die Bundespolizei weiter mit.

Bei den Durchsuchungen am Donnerstag seien etwa 12.000 Euro in bar, etwa 50 Mobiltelefone, mehrere Datenträger, Laptops und Computer sowie zahlreiche Dokumente wie Reisepässe und falsche Bescheinigungen für ein vorläufiges Aufenthaltsrecht sichergestellt worden.

An dem Einsatz waren etwa 250 Bundespolizisten beteiligt. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei den festgenommenen Männern um einen Deutsch-Syrer und einen türkischen Staatsangehörigen. Die Ermittlungen der Bundespolizei liefen schon seit etwa acht Monaten.

Titelfoto: Vincent Kempf/dpa

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