Seniorinnen um knapp 29.000 Euro gebracht: Das ist die Strafe für zwei falsche Polizisten aus Dresden
Dresden - Anfang des Jahres gaben ein 27-jähriger Mann aus der Türkei und eine 20-jährige Deutsche als Polizisten aus, um drei Seniorinnen um ihr Hab und Gut zu bringen. Jetzt fiel endlich der Hammer im Gerichtssaal.
Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilt, war das räuberische Duo zwischen dem 29. Januar und dem 12. Februar dieses Jahres in Dresden und Radeberg aktiv.
Per Telefon nahmen sie Kontakt zu ihren späteren Opfern auf. Sie gaben sich als Polizisten aus und erfanden Geschichten, damit die älteren Menschen auf der anderen Seite der Leitung große Geldbeträge und andere Wertgegenstände aushändigten.
So knöpften sie einer 90-jährigen Frau aus Dresden am 29. Januar ganze 5000 Euro Bargeld ab. Wenige Tage später, am 3. Februar, wiederholten sie das Ganze und raubten eine 81-Jährige ihr Bargeld und ihren Schmuck im Gesamtwert von mindestens 18.000 Euro.
Am 12. Februar schlugen sie erneut zu. Dieses Mal fiel eine 83-Jährige aus Radeberg dem betrügerischen Paar zum Opfer. Von ihr erhielten die falschen Polizisten Bargeld in Höhe von 6000 Euro.
Noch am selben Tag klickten schließlich die Handschellen und die Staatsanwaltschaft Dresden beantragte für beide Betrüger einen Haftbefehl. Nun hat der Haftrichter entschieden, dass der Haftbefehl gegen den 27-Jährigen antragsgemäß vollzogen wird. Seitdem befindet sich der Mann dementsprechend in Untersuchungshaft.
Falsche Polizistin muss nicht in Untersuchungshaft
Bei der 20-Jährigen hat sich das Gericht jedoch dafür entschieden, den Haftbefehl gegen eine geeignete Auflage außer Vollzug zu setzen. Sie muss also nicht in Untersuchungshaft, sofern sie bestimmte Auflagen erfüllt.
Der 83-Jährigen konnte die gestohlene Summe von 6000 Euro mittlerweile wieder zurückgegeben werden.
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