Sparkassen-Coup in Gelsenkirchen: Warum es keine Belohnung für Hinweise gibt

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Von Oliver Auster

Gelsenkirchen/Düsseldorf - Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen will die Staatsanwaltschaft weiter keine Belohnung für Hinweise auf die Täter aussetzen.

Die Bande knackte rund 3200 Schließfächer und machte schätzungsweise rund 30 bis über 100 Millionen Euro Beute. (Archivfoto)
Die Bande knackte rund 3200 Schließfächer und machte schätzungsweise rund 30 bis über 100 Millionen Euro Beute. (Archivfoto)  © Polizei Gelsenkirchen/dpa

Das werde "zum jetzigen Ermittlungsstand nicht als zielführend angesehen", heißt es in einem Papier des nordrhein-westfälischen Justizministeriums an den Landtag.

"Bereits ohne eine solche Auslobung ist ein hohes dreistelliges Hinweisaufkommen zu verzeichnen", heißt es in der Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.

Dass die Ermittlungen durch eine fehlende Belohnung ins Stocken geraten könnten, sieht die Landesregierung nach eigenen Angaben nicht.

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Einen konkreten Stand zu den Ermittlungen wollte das Justizministerium in dem Papier für den Landtag nicht verraten: "Eine solche Mitteilung könnte Rückschlüsse auf Erkenntnisquellen der Ermittlungsbehörden ermöglichen und einen Ermittlungserfolg gefährden."

Bei dem Einbruch hatten die unbekannten Täter nach Weihnachten 2025 alle Sicherheitssysteme der Sparkasse überwunden, sich mit einem Kernbohrer Zutritt zum Tresorraum verschafft und fast alle der 3100 Schließfächer aufgebrochen.

Der Gesamtschaden wurde kurz nach dem Einbruch von der Polizei auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, er könnte aber auch noch wesentlich höher im möglicherweise deutlich dreistelligen Millionenbereich liegen.

Titelfoto: Polizei Gelsenkirchen/dpa

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