Streit um Donald Trump eskaliert: Vater richtet eigene Tochter hin!

Prosper (Texas/USA) - Wenn ein Familienstreit mit einem Todesfall endet: Vor rund einem Jahr machte die Britin Lucy Harrison (†23) gemeinsam mit ihrem Freund Sam Littler in der texanischen Kleinstadt Prosper (USA) Urlaub - sie ahnte nicht, dass es ihr Letzter sein würde.

Die zuständigen Behörden konnten bei Lucy Harrison (†23) weder Alkohol noch Drogen im Blut feststellen.
Die zuständigen Behörden konnten bei Lucy Harrison (†23) weder Alkohol noch Drogen im Blut feststellen.  © Fotomontage/Screenshot/Facebook/Jane Coates

Auf dem Anwesen ihres Vaters Kris Harrison ereignte sich im Januar 2025 eine Tragödie. Damals empfing die 23-Jährige ihren aus Warrington (Großbritannien) stammenden Partner an der Türschwelle des Hauses. Wie The Mirror berichtete, seien die Verliebten über mehrere Wochen Kris' Gäste gewesen.

Doch die gemeinsame Zeit entpuppte sich für Lucy und ihren Freund als einer der schlimmsten Tage in ihren Leben. Das harmonische Zusammensein zerbrach in jenem Moment, als sich Kris und die 23-Jährige über den US-Präsidenten Donald Trump (79) stritten. Die Auseinandersetzung eskalierte so stark, dass die 23-Jährige in ihr Schlafzimmer stürmte.

Völlig wutentbrannt folgte der Hausherr seiner Tochter. Der Amerikaner trug eine geladene Schusswaffe bei sich. Als Kris den Raum der 23-Jährigen betrat, zielte er auf seine Tochter und drückte ab - gnadenlos.

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Wie ein medizinisches Gutachten bekannt gab, sei Lucy von einer vor ihr stehenden Person erschossen worden, teilte das Newsportal mit. Zudem bestätigte die Polizei, dass sich während des Streits fünf weitere Personen im Haus befunden hätten.

Nachdem Kris seine Tat realisiert und den leblosen Körper seiner 23-jährigen Tochter sowie die Schusswunde an ihrer Brust gesehen hatte, habe er lautstark über das Anwesen geschrien: "Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht, ruft die 112!". Zahlreiche Social Media-Accounts berichteten über den Vorfall.

Lucys leibliche Mutter Jane Coates lebt in Großbritannien - sie pendelte immer zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA.
Lucys leibliche Mutter Jane Coates lebt in Großbritannien - sie pendelte immer zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA.  © Fotomontage/Screenshot/Facebook/Jane Coates
Wie Gerichtsakten preisgaben, sei der Auslöser des Streits der US-Präsident Donald Trump (79) gewesen. (Archivfoto)
Wie Gerichtsakten preisgaben, sei der Auslöser des Streits der US-Präsident Donald Trump (79) gewesen. (Archivfoto)  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Am Todestag seiner Tochter Lucy verschwieg Kris Harrison der Polizei ein ganz wichtiges Detail

"Sie war voller Energie und Lebensfreude, und sie war kühn und mutig. Sie war so emotional intelligent, sie konnte alles fühlen und schämte sich nicht dafür, alles zu fühlen", beschrieb Lucys Mutter Jane die Verstorbene vor Gericht.
"Sie war voller Energie und Lebensfreude, und sie war kühn und mutig. Sie war so emotional intelligent, sie konnte alles fühlen und schämte sich nicht dafür, alles zu fühlen", beschrieb Lucys Mutter Jane die Verstorbene vor Gericht.  © Fotomontage/Screenshot/Facebook/Jane Coates

Trotz der sichtbaren Schusswunde entschied eine Grand Jury aus zwölf Personen vergangenen Sommer, dass der Name von Kris nicht veröffentlicht werden dürfe - nun folgte jedoch die Kehrtwende. Am Dienstag gab das Cheshire Coroners Court in Warrington den Namen des Schützen bekannt: Kris Harrison.

Ana Samuel, die Anwältin des Angeklagten, warf den zuständigen Gerichtsmedizinern "erscheinende Befangenheit" vor, berichtete der Mirror. Das stieß jedoch auf harte Kritik. Sowohl Lucys ehemaliger Partner Sam als auch ihre Mutter Jane Coates betonten deutlich, dass Kris derjenige sei, der sie erschossen habe.

Des Weiteren seien Beweise sichergestellt worden, die den ungesunden Alkoholkonsum ihres Vaters widerspiegeln sollen. "Sie sagte, Kris sei in eine Entzugsklinik eingeliefert worden, und als Lucy ihn Weihnachten 2023 in den USA besuchte, schien er nüchtern zu sein. Im März 2024 hatte er einen weiteren Rückfall", gestand Ella Gowing, eine enge Freundin der Verstorbenen, vor Gericht.

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Lucy habe sich neben dem Alkoholkonsum ihres Vaters große Sorgen um ihre jüngeren Geschwister gemacht. Kurz vor ihrem Tod habe sich Kris eine "Handfeuerwaffe" zugelegt - das versetzte die 23-Jährige in Angst.

"Ich erinnere mich, dass ich in den Raum rannte und Lucy auf dem Boden in der Nähe des Badezimmereingangs lag und Kris irgendwelchen Unsinn schrie", erklärte Sam und schilderte den weiteren Verlauf nach dem Schuss.

Während ihre Stiefmutter Wiederbelebungsmaßnahmen durchführte, wählte Lucys Freund den Notruf. Wie eine Zeugin vor Gericht beichtete, habe Kris bei der Ankunft der zuständigen Behörden über seinen Alkoholkonsum gelogen.

Wie das Gericht nun über den Todesschützen von Lucy urteilen wird, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: Fotomontage/Screenshot/Facebook/Jane Coates/Mark Schiefelbein/AP/dpa

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