Kind an See verschwunden? Große Suchaktion in Mecklenburg-Vorpommern
Jarmen (Vorpommern-Greifswald) - Feuerwehr und Polizei haben am Montagmorgen eine große Suchaktion in Mecklenburg-Vorpommern in Gang gesetzt.
An einer Badestelle am Zarrenthiner Kiessee wurden Kleidungsstücke aufgefunden, die auf eine Person hindeuten, die sich in einer Notlage befinden könnte, teilte die Polizei mit.
Aus diesem Grund wurden die entsprechenden Suchmaßnahmen eingeleitet. Die Kleidungsstücke wurden gegen 6.45 Uhr von Badegästen entdeckt, die daraufhin den Notruf wählten.
Die Anziehsachen wurden nach Informationen vom "Nordkurier" am Strand auf einem Schlauchboot der hiesigen Rettungsschwimmer aufgefunden. Sie sollen am späten Vorabend noch nicht dort gelegen haben. Motive und die Größen 158 beziehungsweise XS deuten darauf hin, dass sie einem Kind gehören.
Die Behörde hat Fotos der Kleidung veröffentlicht und bittet um Hinweise. Wenn Du die Bekleidung erkennst und/oder Angaben zum Besitzer machen kannst, dann melde Dich bitte beim Polizeihauptrevier Anklam unter der Telefonnummer 03971 251 2224.
Wurden die Anziehsachen womöglich nur zum Trocknen auf dem Boot ausgebreitet und vergessen?
Der See soll bereits mit einer Drohne überflogen worden sein. Inzwischen haben Einsatzkräfte der Feuerwehr die Suche mit Schlauchbooten aufgenommen. Spezialkräfte sollen die Aktion per Sonar unterstützen. Der Badebetrieb ruht derweil.
Es kann natürlich auch sein, dass die Klamotten einfach nur zum Trocknen auf dem Boot ausgebreitet und dann vergessen wurden.
Aus diesem Grund weist die Polizei nachdrücklich darauf hin, persönliche Gegenstände an Badestellen nicht unbeaufsichtigt zurückzulassen, da dies auf eine mögliche Gefahrenlage schließen lässt, was Suchmaßnahmen erforderlich macht.
Der Zarrenthiner Kiessee bei Jarmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist rund 1500 Meter lang und bis zu 500 Meter breit. Die Tiefe liegt im Schnitt bei 14 Metern. Sollte in dem Baggersee wirklich ein Kind verschwunden sein, werden die Suchmaßnahmen wohl länger andauern.
Titelfoto: Polizeipräsidium Neubrandenburg

