Kind an See verschwunden? Große Suchaktion in Mecklenburg-Vorpommern abgebrochen
Jarmen (Vorpommern-Greifswald) - Die große Suchaktion, die Feuerwehr und Polizei am Montagmorgen in Mecklenburg-Vorpommern in Gang gesetzt hatten, ist abgebrochen worden.
Eine Polizeisprecherin teilte am Vormittag mit, dass es keine Hinweise darauf gab, dass ein Kind in Not geraten sein könnte. Zudem sei kein Kind als vermisst gemeldet worden.
An einer Badestelle am Zarrenthiner Kiessee wurden am Morgen Kleidungsstücke aufgefunden, die auf eine Person hindeuten, die sich in einer Notlage befinden könnte, teilte die Polizei mit.
Aus diesem Grund wurden die entsprechenden Suchmaßnahmen eingeleitet. Die Kleidungsstücke wurden gegen 6.45 Uhr von Badegästen entdeckt, die daraufhin den Notruf wählten.
Die Anziehsachen wurden nach Informationen vom "Nordkurier" am Strand auf einem Schlauchboot der hiesigen Rettungsschwimmer aufgefunden. Sie sollen am späten Vorabend noch nicht dort gelegen haben. Motive und die Größen 158 beziehungsweise XS deuten darauf hin, dass sie einem Kind gehören.
Wurden die Anziehsachen womöglich nur zum Trocknen auf dem Boot ausgebreitet und vergessen?
Der See wurde nach Polizeiangaben mit einer Drohne überflogen. Einsatzkräfte der Feuerwehr suchten das Gewässer mit Schlauchbooten ab. Selbst der Einsatz von Sonar blieb ergebnislos. Der Badebetrieb ruhte derweil.
Es kann natürlich sein, dass die Klamotten einfach nur zum Trocknen auf dem Boot ausgebreitet und dann vergessen wurden.
Aus diesem Grund weist die Polizei nachdrücklich darauf hin, persönliche Gegenstände an Badestellen nicht unbeaufsichtigt zurückzulassen, da dies auf eine mögliche Gefahrenlage schließen lässt, was aufwendige Suchmaßnahmen erforderlich macht.
Der Zarrenthiner Kiessee bei Jarmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist rund 1500 Meter lang und bis zu 500 Meter breit. Die Tiefe des Baggersees liegt im Schnitt bei 14 Metern.
Erstmeldung von 10.31 Uhr, aktualisiert um 12.09 Uhr.
Titelfoto: Polizeipräsidium Neubrandenburg

