Vermisstenfall Rebecca Reusch: Staatsanwaltschaft äußert sich

Berlin - Der Fall um die vermisste Berliner Schülerin Rebecca Reusch gilt als einer der rätselhaftesten der jüngsten deutschen Kriminalgeschichte. Auch sieben jahre nach ihrem Verschwinden am 18. Februar 2019 bleibt die damals 15-Jährige wie vom Erdboden verschluckt.

Seit sieben Jahren fehlt von Rebecca Reusch jede Spur
Seit sieben Jahren fehlt von Rebecca Reusch jede Spur  © Polizei Berlin (Bildmontage)

Die Polizei geht davon aus, dass sie Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Schnell rückte Rebeccas Schwager, Florian R. (heute 34), in den Fokus der Ermittlungen. Die Tat kann die Polizei ihm bis heute nicht nachweisen.

Wie die Berliner Staatsanwaltschaft auf Nachfrage von TAG24 nun mitteilte, gingen bislang 3500 Hinweise ein. Keiner davon führte bislang zur Aufklärung des Falls.

Nach einem erneuten Großeinsatz der Polizei in Brandenburg im Herbst vergangenen Jahres seien bislang weitere 150 Hinweise hinzugekommen, sagte Alan J. S. Bauer, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, TAG24 und ergänzte "Regelmäßig gehen auch neue Hinweise ein."

Rebecca Reusch verschwand vor sieben Jahren: Immer neue Hinweise
Rebecca Reusch Rebecca Reusch verschwand vor sieben Jahren: Immer neue Hinweise

Zum Schutz der noch laufenden Ermittlungen könnten keine weitere Angabe gemacht werden, hieß es weiter.

Eine heiße Spur gibt es demnach nicht. Damals hieß es, dass nach zwischenzeitlich erlangten Erkenntnissen den Ermittlern Anhaltspunkte dafür vorlägen, dass Rebeccas Schwager Florian R. am Morgen des 18. Februar 2019 die damals 15-Jährige getötet und die Leiche samt einiger von Rebeccas persönlichen Gegenständen - zumindest vorübergehend - auf das Grundstück seiner Großeltern in Tauche gebracht haben könnte.

Ein Durchbruch blieb aber aus.

Wo steckt Rebecca Reusch?

Im Herbst 2025 suchte die Polizei auf einem Grundstück in Brandenburg nach Beweismitteln wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts.
Im Herbst 2025 suchte die Polizei auf einem Grundstück in Brandenburg nach Beweismitteln wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts.  © Christophe Gateau/dpa

Die Ermittler gehen weiterhin von einem Gewaltverbrechen aus. Sie sind weiterhin überzeugt, dass die Schülerin das Haus ihrer Schwester im Stadtteil Britz nicht lebend verlassen hat.

Nach Rebeccas Verschwinden klickten bei Florian R. die Handschellen. Er saß zwischenzeitlich in Untersuchungshaft, wurde aber mangels Beweisen wieder freigelassen.

Sein Auto war am Tag des Verschwindens und am folgenden Tag auf der Autobahn zwischen Berlin und Polen erfasst worden. Es war die Rede von einer Drogenfahrt, ein gesondertes Ermittlungsverfahren leitete die Staatsanwaltschaft aber nicht ein.

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Heute wäre Rebecca 22 Jahre alt und erwachsen.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa, Polizei Berlin (Bildmontage)

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