Reißverschluss wird zur heißesten Spur im Vermisstenfall Scarlett: Gehört er zu ihrem Rucksack?

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Von Martin Oversohl, Stefanie Järkel

Todtmoos/Bad Lippspringe - Sechs Jahre nach dem Verschwinden der damals 26 Jahre alten Scarlett Salice im Südschwarzwald untersucht die Polizei einen gefundenen Reißverschluss.

Scarlett Salice war im September 2020 im Südschwarzwald unterwegs.
Scarlett Salice war im September 2020 im Südschwarzwald unterwegs.  © Bildmontage: Philipp von Ditfurth/dpa, -/Polizei Freiburg/dpa

"Unsere Kriminaltechnik ist aktuell dabei, zu überprüfen, ob der Reißverschluss Teil des Rucksacks von Scarlett sein könnte", sagte ein Polizeisprecher der "Badischen Zeitung".

Mitglieder der Facebook-Gruppe "Bitte findet Scarlett" beschafften sich dem Zeitungsbericht zufolge über das Internet einen roten und noch originalverpackten Rucksack, der dem der Vermissten entspricht - und übergaben ebenjenen anschließend ebenfalls der ermittelnden Polizei.

Sollte der gefundene Reißverschluss zum Rucksack von Scarlett Salice passen, will die Polizei nach eigenen Angaben die Suche nach der jungen Frau aus Ostwestfalen zeitnah wieder aufnehmen.

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Helfer der Organisation "Finderwille" hatten den Reißverschluss im vergangenen Monat unterhalb des Parkplatzes Schluchtensteig entdeckt, wie der Gründer des Vereins Rüdiger Orth der Deutschen Presse-Agentur zuvor sagte.

Die Polizei war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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Die Wanderin wurde das letzte Mal auf den Überwachungsaufnahmen eines Edekas gesehen. Die Suche läuft weiter.
Die Wanderin wurde das letzte Mal auf den Überwachungsaufnahmen eines Edekas gesehen. Die Suche läuft weiter.  © Bildmontage: Philipp von Ditfurth/dpa, -/Polizei Freiburg/dpa

Am 10. September des Jahres 2020 war Scarlett das letzte Mal nachweislich gesehen worden, auf den Überwachungsaufnahmen eines Supermarkts in Todtmoos, gelegen im Landkreis Waldshut.

Seitdem fehlt von der jungen Frau aus dem ostwestfälischen Bad Lippspringe jede Spur.

Ihr Vater Ralf Salice sucht immer noch. Am Wochenende schlugen Suchhunde bei einer seit Längerem geplanten Suchaktion im Bereich des Wildensteinfelsens mehrfach an, wie Orth sagte.

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Nach seinen Angaben reagierten die Suchhunde auf beiden Zugangswegen zu dem Felsen im Wehratal - jeweils vor und hinter dem Felsen. Nicht ausgeschlossen sei, dass Scarlett damals abstürzte.

Die Frau ist wie vom Erdboden verschluckt, seit sie damals zur letzten Etappe ihrer Wanderung im Südschwarzwald aufbrach. Verzweifelte Suchen blieben erfolglos, auch ein Aufruf bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" brachte keine Spur.

Titelfoto: Bildmontage: Philipp von Ditfurth/dpa, -/Polizei Freiburg/dpa

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