Traurige Zahl: Hunderte Kinder gelten in NRW als Langzeit-Vermisste

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen gelten derzeit 346 Kinder als Langzeit-Vermisste.

Der "Tag der vermissten Kinder" wurde 1983 vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan (†93) ins Leben gerufen.
Der "Tag der vermissten Kinder" wurde 1983 vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan (†93) ins Leben gerufen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das hat das Landeskriminalamt (LKA) NRW in Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. Dabei handele es sich um eine Momentaufnahme, betonte ein LKA-Sprecher.

Der "Tag der vermissten Kinder" wird seit 1983 am 25. Mai begangen. US-Präsident Ronald Reagan (†93) hatte den Tag zum Gedenken an den sechsjährigen Etan gewählt, der am 25. Mai 1979 auf dem Weg zur Schule verschwand. Sein Schicksal blieb Jahrzehnte ungeklärt.

Das LKA NRW erfasst unter dem Begriff Langzeit-Vermisste solche Personen, deren Aufenthalt innerhalb von sechs Wochen nicht ermittelt werden konnte. Eine bundeseinheitliche Definition des Begriffs gebe es nicht.

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Demnach wurden bei der jüngsten Datenbank-Abfrage (Stand: 23. Mai) 346 Kinder im Alter von 0 bis 13 Jahren in NRW länger als sechs Wochen vermisst. Dabei handele es sich vielfach um Fälle von Kindesentziehung sowie um Fälle von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen.

Im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland werden jedes Jahr mehr als 30.000 Menschen als vermisst gemeldet. Die meisten tauchen innerhalb von drei Tagen wieder auf.

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