Was ist mit Lisa passiert? Mutter startet verzweifelten Hilfeaufruf an die Öffentlichkeit

Berlin - Die Sorge um die vermisste Lisa (13) aus Berlin-Marzahn ist riesig. Nun wendet sich ihre Mutter mit einem emotionalen Appell an die Öffentlichkeit.

Die Mutter der vermissten Lisa appelliert an die Öffentlichkeit, den Suchaufruf so weit wie möglich zu teilen.  © Facebook/Hoài Xoan Nguyễn

In einem Video auf Facebook bittet Hoai Xoan Nguyen um Unterstützung bei der Suche nach ihrer Tochter – und hofft dabei auch auf Hilfe aus der vietnamesischen Gemeinschaft.

"Heute möchte ich mit euch teilen, was passiert ist", erklärt die Mutter in dem Video. Ihre Tochter sei verschwunden. Weil die Familie in ganz Deutschland zahlreiche Freunde und Bekannte habe, setzt sie nun auf deren Unterstützung.

Sie bittet darum, den Suchaufruf möglichst weit zu verbreiten. Ihre Freunde sollen den Beitrag in den sozialen Netzwerken teilen und die Vermisstenanzeige ausdrucken, die auf ihrem Facebook-Profil zu finden sei.

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Die Familie sei inzwischen mit ihren Möglichkeiten am Ende. "Inzwischen liegt alles bei der Polizei", sagt sie. Ihr bleibe nur noch übrig, andere Menschen um Hilfe zu bitten.

Die Suche nach dem vermissten Mädchen aus Marzahn wird auch am Sonntag fortgesetzt. Die Maßnahmen sollten ab den Morgenstunden starten, wie Michael Petzold, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, am Samstagabend angekündigt hatte. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, sagte er. "Es wird von einem Verbrechen, namentlich einem Kapitalverbrechen, ausgegangen."

Als Kapitalverbrechen werden besonders schwere Verbrechen wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung oder schwere Sexualdelikte bezeichnet.

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Mehrere hundert Beamte der Mordkommission und des Landeskriminalamts Berlin sind im Einsatz.  © Fabian Sommer/dpa

Polizei hofft weiter auf entscheidenden Hinweis

Die Jugendliche ist seit dem 3. November spurlos verschwunden.  © Polizei Berlin

Lisa ist seit Dienstag verschwunden. Nach bisherigen Erkenntnissen verließ die 13-Jährige ihr Zuhause gegen 7.15 Uhr. Vom Barnimplatz aus wollte sie wenig später zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße fahren. Dort kam sie jedoch nie an.

"Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass Lisa nicht freiwillig ihr familiäres Umfeld oder ihr Zuhause verlassen hat", so der Staatsanwaltschaftssprecher.

Um die Vermisste zu finden, sind mehrere hundert Beamte der Mordkommission und des Berliner Landeskriminalamts im Einsatz. Bereits am Samstag durchsuchten mehr als 140 Einsatzkräfte das Umfeld ihres Wohnorts in Marzahn-Hellersdorf. Dabei gehe es sowohl darum, mögliche Beweise zu sichern als auch Lisa aufzuspüren, so Petzold.

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Die Polizei setzt bei der Suche weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer etwas Verdächtiges beobachtet oder gehört hat, soll sich über das Hinweistelefon oder die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts melden.

Zahlreiche Hinweise seien bereits eingegangen. Einen entscheidenden Durchbruch habe es bislang allerdings nicht gegeben, sagte Polizeisprecher Florian Nath.

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