Zöllner machen verdächtigen Fund in Cremedose: Reisender tischt Lüge auf, doch vergisst wichtiges Detail

Düsseldorf - Ein Reisender (47) hat am Flughafen in Düsseldorf versucht, mehrere Goldringe zu schmuggeln, die Rechnung dabei aber ohne den Zoll gemacht.

Weil den Zöllnern der Inhalt der Cremedose verdächtig vorkam, schauten sie genauer ins Gepäck des Reisenden (47).  © Hauptzollamt Düsseldorf

Wie ein Sprecher des Hauptzollamtes Düsseldorf am Donnerstag berichtete, war der Mann aus Bad Schwartau am 5. März aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Deutschland eingereist und wollte den Zollbereich gerade durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen, als die Zöllner ihn zur Röntgenkontrolle seines Reisegepäcks baten.

Kurz darauf stellte sich heraus, dass die Beamten hier genau den richtigen Riecher hatten, denn auf den Röntgenbildern erkannten sie drei Goldringe im Koffer des Mannes, die dieser in einer leeren Cremedose versteckt hatte.

Auf Nachfrage behauptete der 47-Jährige zunächst, dass die Ringe seiner Frau gehören würden und nicht neu seien - weil an einem der Schmuckstücke jedoch sogar noch ein Etikett hing, keimten bei den anwesenden Zöllnern ziemliche Zweifel über den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung auf.

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Und siehe da: "Auf erneutes Nachfragen präsentierte der Mann schließlich die Rechnungen für den Schmuck", berichtete der Sprecher.

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Der 47-Jährige behauptete zunächst, die Goldringe seien nicht neu und würden seiner Frau gehören - an einem Schmuckstück war jedoch noch das Etikett angebracht.  © Hauptzollamt Düsseldorf

Mit einem Gesamtwert von knapp über 2800 Euro hatte der Bad Schwartauer die Reise-Freimenge von 430 Euro deutlich überschritten, weshalb die Zöllner ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung gegen ihn einleiteten.

Der Steuerschaden belaufe sich in dem Fall auf 620 Euro, hieß es abschließend.

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