Queerfeindlichkeit in Köln: Zahl der Straftaten steigt deutlich an
Köln - In Köln sind im vergangenen Jahr mehr queerfeindliche Straftaten registriert worden. Die Polizei zählte insgesamt 91 Fälle - rund 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Hinter dem Begriff queerfeindliche Straftaten steckt eine ganze Reihe unterschiedlicher Taten. Entscheidend ist, dass sich der Angriff gegen eine Person richtet, weil sie als Teil der queeren Community wahrgenommen wird.
Dabei reicht die Palette von Beschimpfungen und Drohungen bis hin zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen.
Dass die Zahlen gestiegen sind, muss allerdings nicht automatisch bedeuten, dass es tatsächlich mehr Übergriffe gegeben hat.
Ein Sprecher der Kölner Polizei erklärte gegenüber Radio Köln, dass sich möglicherweise auch mehr Betroffene dazu entschließen, zur Polizei zu gehen und die Taten anzuzeigen.
Trotzdem dürfte die Statistik nur einen Teil der Realität zeigen. Fachleute gehen weiterhin von einer hohen Dunkelziffer aus. Viele Betroffene melden queerfeindliche Angriffe offenbar gar nicht und tauchen damit auch in keiner Statistik auf.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
