Abschiebe-Skandal in Köln? Stadt soll angebotene Hilfe eiskalt abgelehnt haben

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Von Marco Rauch, Maurice Hossinger

Köln - Hat die Stadt Köln einen echten Abschiebe-Skandal an den Hacken? Derzeit wird der Vorwurf geprüft, ob angebotene Hilfen für ausreisepflichtige Migranten eiskalt abgelehnt worden sind.

Die Kölner Stadtverwaltung lehnte die Hilfe rund um notwendige EU-Dokumente offenbar einfach ab. (Symbolbild)
Die Kölner Stadtverwaltung lehnte die Hilfe rund um notwendige EU-Dokumente offenbar einfach ab. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Zum Start der neuen Woche (10. August) soll es daher eine planmäßige Sitzung des Hauptausschusses in Köln geben, die AfD hat dafür eine Aktuelle Stunde zu dem Thema beantragt.

Laut Recherchen des "Kölner Stadt-Anzeigers" hatte die Zentrale Ausländerbehörde im Kreis Coesfeld im Auftrag des NRW-Fluchtministeriums der Kölner Ausländerbehörde im Jahr 2024 angeboten, für rund 500 ausreisepflichtige Personen aus Westbalkanstaaten notwendige EU-Reisedokumente zu beschaffen.

Die Stadtverwaltung habe diese Unterstützung zur Vorbereitung von Abschiebungen jedoch abgelehnt.

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Inzwischen wird kritisiert, dass die Stadt nicht beziffern kann, wie viele Personen dieser Liste das Land tatsächlich verlassen haben, was laut FDP auf ein "strukturelles Kontroll- und Transparenzproblem" hindeute.

Blutiger Familienstreit befeuert Debatte

Die Debatte wird dem Bericht zufolge auch brisant, weil bei einem Konflikt zwischen zwei Großfamilien im Kölner Stadtteil Mülheim am vergangenen Montag vier Menschen durch Schüsse und Stiche verletzt wurden. Angehörige einer der beteiligten Familien sollen auf der besagten Liste der ausreisepflichtigen Personen gestanden haben.

Die sieben im Rahmen des Vorfalls festgenommenen Verdächtigen wurden dem Bericht zufolge inzwischen wieder freigelassen, da der Tatverdacht für einen Haftbefehl laut Staatsanwaltschaft bisher nicht ausreichte.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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