Von Christoph Driessen
Köln - Erstmals seit sechs Jahren finden am Samstagabend wieder die Kölner Lichter statt, eines der größten Feuerwerke in Deutschland. Das musiksynchrone Höhenfeuerwerk ab 22.30 Uhr werde gewohnt spektakulär ausfallen, sagte Organisator Werner Nolden.
Bis 2019 hatte das Event jedes Jahr Hunderttausende Besucher angezogen, doch dann kam Corona. Anschließend gab es Probleme mit der Finanzierung. "Wir haben hier 150 Partner und Sponsoren, das sind Schifffahrtsgesellschaften, Partys, Firmen mit Großkunden", sagte Nolden. "Das ist nichts, was man morgen mal so eben macht."
Statt der ehemals 54 Passagierschiffe mit insgesamt 20.000 Gästen an Bord gebe es jetzt nur noch 24 Schiffe auf dem Rhein. Mehrere Hauptsponsoren und viele andere Unterstützer aus der Kölner Bevölkerung hätten die dadurch entstandene Finanzlücke jedoch gestopft.
Das Sicherheitskonzept der Veranstaltung habe durch Anschläge wie in Magdeburg und Solingen stark angepasst werden müssen, sagte Nolden. "Die Bevölkerung kann ruhig hierhin kommen."
Die Kölner Polizei ist am Samstag nach eigenen Angaben mit 1600 Kräften im Einsatz, sie sichern allerdings auch zwei Demonstrationszüge am Nachmittag ab.
Sicherheitskonzept stark angepasst: Veranstalter schließt Unfall wie in Düsseldorf aus
Einen Unfall so wie kürzlich bei der Düsseldorfer Rheinkirmes mit 19 Verletzten schließt Nolden aus. Das Feuerwerk in Düsseldorf sei ein Landfeuerwerk gewesen. "Wir dagegen schießen aus der Rheinmitte, aus einem 200 Meter langen Containerschiff", sagte er.
"Dort sind die Feuerwerkskörper unten auf dem Boden angebracht, und rundum sind fünf Meter hohe Stahlwände. Selbst wenn da etwas explodieren würde, würde das niemals nach draußen geraten. Dieser Unfall in Düsseldorf ist bei uns nicht möglich."
Bei den Kölner Lichtern gibt es zahlungspflichtige Sitzplätze auf Tribünen und Schiffen, doch bis zu 300.000 Stehplätze am Ufer sind kostenlos. Er rechne aber nicht damit, dass so viele Zuschauer kämen, sagte Nolden. "Unsere Erwartung ist deutlich geringer."