Zwei Demos in Köln: Aktivisten besetzen SPD-Zentrale und blockieren Zufahrt zu Deutz AG

Köln - Viel zu tun für die Kölner Polizei: Die Beamten mussten am Freitag gleich zweimal zu Demonstrationen ausrücken. Nachdem Aktivisten am Vormittag zunächst die SPD-Zentrale in der Innenstadt blockiert hatten, haben sich wenig später hunderte Menschen vor der Deutz AG versammelt.

Auf den Bannern der Aktivisten ist unter anderem "Stop Genozid Gaza" zu lesen.
Auf den Bannern der Aktivisten ist unter anderem "Stop Genozid Gaza" zu lesen.  © Jan Ohmen

Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage von TAG24 verrät, blockieren über 200 teils vermummte Demonstranten seit etwa 10.45 Uhr die Zufahrtswege zum Motorenbauer in Kalk.

Grund dafür ist, dass die Deutz AG als Zulieferer der Rüstungsindustrie gilt. So halten die Teilnehmer etwa Banner hoch, auf denen unter anderem "Stop Genozid Gaza" zu lesen ist. Zudem wird immer wieder lautstark "Rheinmetall entwaffnen" skandiert.

Die Bereitschaftspolizei ist mit einem größeren Aufgebot vor Ort, um die Situation zu beruhigen. Wie viele Beamte im Einsatz sind, konnte der Sprecher allerdings nicht sagen.

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Die Blockade werde nun "nach und nach" aufgelöst, teilt die Polizei mit. Zudem sollen die Personalien der Aktivisten aufgenommen werden, um ihre Identität zu klären.

Wann mit einem Ende des Einsatzes zu rechnen ist, steht aktuell noch nicht fest.

Die Bereitschaftspolizei ist am Freitagnachmittag mit zahlreichen Kräften vor der Deutz AG im Einsatz.
Die Bereitschaftspolizei ist am Freitagnachmittag mit zahlreichen Kräften vor der Deutz AG im Einsatz.  © Jan Ohmen

20 Aktivsten besetzen Parteizentrale der SPD in Köln

Am Vormittag musste die Polizei zudem zur Parteizentrale der SPD in die Magnusstraße ausrücken. Dort hatten etwa 20 Personen ab 10.15 Uhr die Lobby des Gebäudes besetzt.

Zudem habe es eine spontane Versammlung auf der gegenüberliegenden Straße gegeben, bei der sich Unbeteiligte mit der Aktion solidarisierten.

Nach etwa drei Stunden konnte die Polizei die Versammlung auflösen. Die Personalien der Aktivisten wurden aufgenommen. Zudem wurden Anzeigen gegen sie gestellt, so der Sprecher.

Titelfoto: Jan Ohmen

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