Lebenslagenbericht veröffentlicht: So geht es Kölnerinnen und Kölnern von jung bis alt
Köln - Wie geht es den Bürgerinnen und Bürgern der Domstadt von jung bis alt wirklich? Wo gibt es Probleme? Und was läuft positiv? Genau das hat der "2. Kölner Lebenslagenbericht" herausgefunden.
Untersucht wurden dafür verschiedene Themenfelder, die das Leben der Kölnerinnen und Kölner in den vier Lebensphasen (Kindheit und Jugend, junges Erwachsenenalter, Erwachsenenalter und Seniorenalter) wirklich beeinflussen oder sogar maßgeblich prägen.
Dazu zählen etwa die Gesundheit, die Schul- und Berufsausbildung, die Erwerbstätigkeit, der materielle Lebensstandard sowie das Wohnen, die Umwelt und soziale, kulturelle und/oder politische Einbindung.
Besonderes Augenmerk wurde dabei zudem auf mögliche Barrieren für Menschen mit Migrationshintergrund sowie Personen mit Behinderungen gelegt, da diese Gruppen überdurchschnittlich armutsgefährdet sind.
Insgesamt kommt der Bericht zu einem neutralen Ergebnis. Seit dem "1. Kölner Lebenslagenbericht" aus dem Jahr 2020 hätten sich die Situationen der Menschen trotz der Corona-Pandemie nicht wesentlich verändert, teilt die Stadt mit.
Lebenslagenbericht soll zeigen, in welchen Bereichen die Stadt nachbessern muss
Positive Entwicklungen zeigten sich unter anderem beim Ausbau der Kinderbetreuung, bei der Arbeitsmarktintegration und der deutlich höheren Wahlbeteiligung an der Bundestagswahl 2025 auch in sozial schwächeren Gebieten.
Weiterhin große Herausforderungen gäbe es laut Stadt hingegen etwa bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen (23.987 im Jahr 2024; 20.000 im Jahr 2018), beim Ausbau der Pflegeinfrastruktur, beim weiterhin hohen Armutsrisiko für Alleinerziehende sowie im Bereich der Kindergesundheit, wo der Anteil von Kindern mit Übergewicht in sozial schwachen Ballungsräumen weiterhin doppelt so hoch ist wie im restlichen Stadtgebiet.
"Der neue Lebenslagenbericht verdeutlicht uns eindrucksvoll wichtige soziale Herausforderungen. Wir erhalten Hinweise, wo unsere sozialen Schutzschirme wirken und an welchen Stellen wir gezielt nachsteuern müssen", sagt Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen der Stadt Köln.
Titelfoto: Bildmontage: Federico Gambarini/dpa, Christoph Soeder/dpa
