"Verhalten nicht akzeptabel": Gen-Z-Protest in Köln eskaliert
Köln - Die "Gen Z regelt"-Demo in Köln ist am Samstag eskaliert. Nachdem die Polizei den Demonstrationszug gestoppt hatte, kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein und leiteten mehrere Strafverfahren ein.
Die Polizei Köln teilte gegen 16 Uhr via Instagram mit, dass die Versammlung vom Konrad-Adenauer-Ufer am Rhein nicht weiter in die Innenstadt ziehen wird. Grund dafür war unter anderem, dass einige Teilnehmer versucht hatten, Pyrotechnik zu zünden.
"Das Abrennen von Pyrotechnik in Menschenmengen ist sehr gefährlich. Solch ein Verhalten ist für uns nicht akzeptabel", heißt aus Sicht der Polizei dazu. Zudem hätten sich schon im Vorfeld mehrere Teilnehmende nicht an das Vermummungsverbot gehalten.
Nachdem der Demonstrationszug gestoppt worden war, hätten einige Protestanten die Einsatzkräfte sogar mit Pyrotechnik angegriffen. Im weiteren Verlauf kam es daher zum Einsatz von Wasserwerfern.
Ein Polizeibeamter wurde bei dem Einsatz an der Hand verletzt und war anschließend nicht mehr dienstfähig. Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und schweren Landfriedensbruchs.
Auch in anderen NRW-Städten wird demonstriert
Bis den frühen Nachmittag verlief der Protest in Köln friedlich. Es seien weniger Menschen gekommen als die angemeldeten 15.000, wie eine Polizeisprecherin gegenüber der deutschen Presseagentur (dpa) sagte.
Insgesamt waren in zehn Städten in NRW Demonstrationen geplant, deren Organisatoren sich den Forderungen von "Gen Z regelt" angeschlossen hatten. Die Kölner Demo sollte dabei mit bis zu 15.000 erwarteten Teilnehmern die größte sein.
In Essen und Aachen sprach die Polizei von Zahlen im "niedrigen vierstelligen Bereich". In Essen verlief der Aufzug demnach bis zum Nachmittag "ohne besondere Vorkommnisse", in Aachen war die Lage "grundsätzlich friedlich".
Die Demonstranten setzen sich unter anderem für bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und mehr Klimaschutz ein. Außerdem richtet sich die Initiative gegen eine Wehrpflicht.
Erstmeldung am 31. Oktober um 16 Uhr, Update um 21.29 Uhr.
Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

