Nach Protestaktion der "Letzten Generation": Reiterdenkmal von Farbe befreit

Köln - In der vergangenen Woche beschmierten Klimaaktivisten das Denkmal von Kaiser Wilhelm I. in Köln. Die Kosten für die Säuberung befinden sich im vierstelligen Bereich.

Fachleute säuberten das beschmierte Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. in Köln.
Fachleute säuberten das beschmierte Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. in Köln.  © Stadt Köln

Mehrmals wöchentlich protestieren Klimaaktivisten der Gruppierung "Letzte Generation" bundesweit. So auch in Köln, wo es zuletzt zu zahlreichen Protesten kam. Am vergangenen Donnerstag (16. März) gab es auch eine Aktion an der Hohenzollernbrücke.

Dabei beschmierten zwei Aktivisten das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. mit oranger Farbe. Das Denkmal, welches rechtsrheinisch der Brücke steht, gilt als beliebtes Fotomotiv bei Touristen. Denn man hat von dort einen guten Ausblick auf Köln, den Dom und den Rhein.

"Wir alle sind die letzte Generation vor den Kipppunkten. Wir erleben bereits jetzt die ersten Auswirkungen der Klimakatastrophe hier vor Ort. Der Rhein fällt trocken, die Schifffahrt kommt zum Erliegen und angrenzende Industrien verschwinden", erklärte der junge Aktivist Malte Nierobisch gegenüber dem Express.

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Zudem hielten die Unterstützer ein Schild hoch, auf dem stand: "Welche Aussicht wollen wir?"

Nun haben Fachleute die Farbe vom Sockel des Reiterdenkmals entfernt.

Kosten der Säuberung belaufen sich auf vierstelligen Bereich

Das bestätigte Simone Winkelhog, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Köln auf Nachfrage von TAG24. Für die Säuberung der Statue von Kaiser Wilhelm I. setzten die Experten einen kleinen Kran ein.

Mit Blick auf die entstehenden Reinigungskosten hat die Stadt Köln zudem eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Nun liegt es an der Polizeibehörde, die Täter zu ermitteln.

Die Gesamtkosten der Säuberungsaktion verlaufen sich nach einer ersten groben Schätzung auf circa 2500 Euro. Die genaue Kostenaufstellung erwarte man aber erst in den nächsten Tagen, wie Winkelhog mitteilte.

Titelfoto: Stadt Köln

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