Personal-Krise bei Kölner Kitas: Neuer Protest am Freitag!

Köln - Die Freie Wohlfahrtspflege NRW macht seit Montag in einer neuen Protestwoche auf Missstände bei all ihren angeschlossenen Einrichtungen aufmerksam. Am Freitag sollen auch die Kölner Kitas mitmachen, denn es fehlt nach wie vor Geld und vor allem: genügend Personal!

Jede Menge Kinder, aber zu wenige Betreuer und Betreuerinnen: Die Kitas in Köln kämpfen seit über einem Jahr mit Personalmangel. (Symbolbild)
Jede Menge Kinder, aber zu wenige Betreuer und Betreuerinnen: Die Kitas in Köln kämpfen seit über einem Jahr mit Personalmangel. (Symbolbild)  © +++ dpa-Bildfunk +++

Das teilte der Verband mit. An den betroffenen Kitas sollen am Freitag innerhalb der bereits seit Montag laufenden "Black Week" schwarze Plakate gut sichtbar an den Einrichtungen hängen.

Darauf zu lesen: ein Appell an die Politik, mehr Geld und Anstrengungen zu unternehmen, die die nach wie vor angespannte Personalsituation bei den Kölner Kitas entschärft.

"Gehen hier bald die Lichter aus?", heißt es auf den schwarzen Bannern, die dann zu lesen sein sollen.

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Die Eltern sind aufgerufen, Fotos dieser Plakate in den sozialen Medien zu teilen und so die Reichweite der Aktion zu erhöhen.

Neben dem sogenannten "Social Black Friday" hat das Bündnis außerdem eine öffentliche Petition namens "Jedes Kind gezählt" gestartet. Bis zum 9. Juli können dafür online Unterschriften gesammelt werden. Gut 28.000 sind es bislang.

Stadt Köln: Jede dritte Kölner Kita hat zu wenig Personal

Wie drängend das Problem ist, zeigt ein Blick auf die vergangenen Monate. Nach Recherchen des Kölner Stadt Anzeigers fehlten 2023 in den 218 Kitas im Stadtgebiet insgesamt rund 200 Mitarbeitende.

Die Stadt Köln hat in diesem Jahr auf Nachfrage von Radio Köln davon gesprochen, dass nach wie vor gut jede vierte Kölner Kita von den Personalproblemen betroffen ist.

Genau an diese Missstände will der Protest im Jahr 2024 auch wieder anknüpfen, denn gelöst ist das Problem noch lange nicht. Viele Eltern müssen kürzere Betreuungszeiten in Kauf nehmen oder ihre Kinder in deutlich weiter entfernte Kitas bringen.

Titelfoto: +++ dpa-Bildfunk +++

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