Scheinehen-Skandal im Ausländeramt: Stadt kündigt Konsequenzen an

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Christoph Driessen, Nicole Schippers

Köln - Nachdem sich bereits die Lokalpolitik zu dem Scheinehen-Skandal rund um eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde Köln-Ehrenfeld geäußert hat, lässt die Stadtspitze nun Taten folgen und kündigt Konsequenzen an.

Die Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramts soll ihr Wissen genutzt haben, um die internen Kontrollmechanismen umgehen zu können. (Symbolbild)
Die Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramts soll ihr Wissen genutzt haben, um die internen Kontrollmechanismen umgehen zu können. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa

Die Stadt Köln teilte am Donnerstag mit, man gehe davon aus, dass nur diese eine Mitarbeiterin des Ausländeramtes solcher Taten verdächtigt werde. "Weitergehende Tatvorwürfe gegenüber Mitarbeitenden oder dem Ausländeramt Köln im Gesamten sind nicht erhoben worden."

Das Ausländeramt treffe vielfältige Vorkehrungen zur Vermeidung von rechtswidrigem Handeln. So müssten Entscheidungen gemeinsam getroffen und anschließend dokumentiert werden. Darüber hinaus werde das Amt von verschiedenen Stellen auch ohne konkreten Anlass kontrolliert. 

Die bestehenden Kontrollmechanismen und Dokumentationspflichten hätten in diesem Fall auch wesentlich zur Aufklärung des vermuteten Tatgeschehens beigetragen.

Köln: Überraschung vor dem WDR: Maus-Statue bekommt Verstärkung
Köln Überraschung vor dem WDR: Maus-Statue bekommt Verstärkung

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe habe die Stadt die internen Systeme nochmals geprüft. "Mehrere Veränderungen sollen sicherstellen, dass beispielsweise die Häufung bestimmter Fallkonstellationen noch schneller auffällt."

Die ehemalige Mitarbeiterin habe "mutmaßlich schwer (banden-)kriminell agiert", um sämtliche Kontrollmechanismen zu umgehen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

Mehr zum Thema Köln: