Leipzig - Seit mehr als 20 Jahren wird auf der A72 zwischen Leipzig und Chemnitz mittlerweile gebaut, doch die Arbeiten neigen sich endlich dem Ende zu. Am heutigen Donnerstag wurde ein weiteres Teilstück freigegeben. Autofahrer sollten sich aber nicht zu früh freuen, denn Verkehrseinschränkungen gibt es trotzdem weiterhin.
Mit dem Teilstück zwischen den Anschlussteilen Rötha und Zwenkau ist die Autobahntrasse in Richtung Leipzig fertig. So kann man jetzt endlich auf der neuen Fahrbahn zwischen den zwei sächsischen Städten fahren.
Wie Julia Grotjahn, Pressesprecherin der Autobahn GmbH des Bundes, mitteilte, hat man auf der Leipziger Strecke in den vergangenen Monaten die Fahrbahn neu gebaut, drei Brücken vollendet, die alte B95 zurückgebaut und sogenannten Flüsterasphalt verlegt.
Autofahrer werden von diesen Veränderungen aber erst mehr nur wenig merken, denn nun ist die Chemnitzer Seite dran.
Unter laufendem Betrieb auf der Autobahn wurde am Donnerstag mit mehreren kurzen Verkehrsstopps und neuen Markierungen der Verkehr auf die neue Richtungsfahrbahn Leipzig gelegt.
Der Verkehr wird auch dort weiterhin einstreifig geführt.
Die Strecke nach Chemnitz bekommt ebenfalls Flüsterasphalt
In den kommenden Monaten werden in Richtung Chemnitz die letzten Streckenteile gebaut. Es wird offenporiger Flüsterasphalt verlegt, der Verkehrslärm reduzieren soll, und es werden Lärmschutzwände aufgestellt. Zusätzlich wird zwischen den Anschlussstellen Zwenkau und Rötha ein Parkplatz mit einem WC gebaut.
Die Autobahn GmbH des Bundes rechnet im Moment damit, dass das Gesamtprojekt im Spätsommer 2027 abgeschlossen und feierlich freigegeben werden kann. Die A72 führt vom Vogtland über Chemnitz bis zum Autobahnkreuz Leipzig-Süd.
Vor vielen Jahren sahen die Planungen vor, dass die Autobahn zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 fertiggestellt wird. Doch es gab immer wieder Verzögerungen, unter anderem wegen des schwierigen Baugrundes.