200 Kräfte im Einsatz: Schwarzarbeit-Kontrolle im Leipziger Osten, Drogen bei Razzia gefunden
Leipzig - Bei einer Razzia auf der Leipziger Eisenbahnstraße hat die Polizei Montagnacht größere Mengen an Drogen entdeckt. Die Durchsuchungen waren Teil einer groß angelegten Kontrolle im Kampf gegen Schwarzarbeit und Clankriminalität. Den gesamten Nachmittag über kontrollierten Beamte Objekte vor allem im Leipziger Osten.
Die Einsatzkräfte rückten nach TAG24-Informationen gegen 22 Uhr an. Ihr Ziel: die "Anatolia Star Bar" an der Ecke Eisenbahnstraße und Konstantinstraße.
Schwer bewaffnete Beamte sicherten das Lokal, das anschließend durchsucht wurde. Die Ermittler entdeckten dabei größere Mengen an Betäubungsmitteln. Das Landeskriminalamt ermittelt.
Hintergrund der Razzia sind Ermittlungen der Leipziger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Drogenhandels, wie der Zoll am Dienstag in einer Mitteilung erklärte.
Dieser hatte am Montag zusammen mit dem LKA, der Bundespolizei, Steuerfahndung, Polizeidirektion Leipzig sowie dem Stadtordnungsdienst eine groß angelegte Kontrolle im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigungsverhältnisse durchgeführt.
Der Fokus lag dabei laut der Behörde auf Branchen "mit besonderer Risikogeneigtheit zur Clankriminalität".
Rund 200 Kräfte waren im Zuge der Kontrolle im Einsatz. Den gesamten Nachmittag lang überprüften sie Bars, Shishabars und Geschäfte. Insgesamt zwölf Objekte wurden dabei kontrolliert, vor allem im Leipziger Osten.
Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz
Im Rahmen der Maßnahmen seien unterschiedliche straf-, finanz-, aufenthalts- sowie ordnungsrechtliche Verstöße festgestellt und entsprechende Verfahren eingeleitet worden. Darunter fielen:
- Verstöße gegen das Betäubungsmittel- sowie das Konsumcannabisgesetz in sieben Fällen
- Acht Verstöße gegen ausländerrechtliche Vorschriften
- Drei Verstöße gegen das Waffengesetz
In einem Objekt sollen Zollbeamte insgesamt sechs Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sichergestellt haben. In 122 Fällen seien Identitätsfeststellungen erforderlich gewesen.
Neben der Feststellung von Verstößen sei es bei dem Einsatz insbesondere darum gegangen, delikts- und behördenübergreifend Erkenntnisse über Clanaktivitäten und unrechtmäßige Strukturen zu gewinnen.
Titelfoto: Leipzig FireFighter

