Nach ABC-Alarm auf der A14: Auto mit Waffen und verdächtigen Pulvern war Auslöser!

Schkeuditz - Alarm auf der Autobahn. Ein verlassener Audi mit Waffen auf den Sitzen und verdächtiges Pulver haben am gestrigen Mittwoch nach einer Amokfahrt auf der A14 für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt.

Der Audi war kurz vor dem Zaun des Leipziger Flughafens zum Stehen gekommen. Aus Sicherheitsgründen und wegen der Flughafennähe wurde ABC-Alarm ausgelöst.
Der Audi war kurz vor dem Zaun des Leipziger Flughafens zum Stehen gekommen. Aus Sicherheitsgründen und wegen der Flughafennähe wurde ABC-Alarm ausgelöst.  © Erik-Holm Langhof/Lausitznews.de

Zum ersten Mal war der grüne Audi A3 mit Bitterfelder Kennzeichen nachmittags am Leipziger Hauptbahnhof aufgefallen. Dort hatte der Fahrer einfach die geschlossene Schranke des Parkhauses demontiert, um ohne Ticket herausfahren zu können.

Wenig später raste der Wagen in halsbrecherischer Weise über die A14.

Der bis dato Unbekannte soll andere Fahrzeuge bedrängt und auf dem Randstreifen überholt haben - bis er kurz vor dem Schkeuditzer Kreuz die Kontrolle über das Auto verlor, nach rechts von der Fahrbahn flog, Pfosten und Sträucher ummähte.

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Der Audi kam kurz vor dem Zaun des Leipziger Flughafens zum Stehen. Anschließend ergriff der Fahrer zu Fuß die Flucht.

Von Zeugen alarmierte Polizisten entdeckten im Wagen mehrere Schusswaffen und diverse Pulver. Aus Sicherheitsgründen und wegen der Flughafennähe wurde ABC-Alarm ausgelöst.

Spezialkräfte der Feuerwehr aus Nordsachsen bargen das verdächtige Pulver. Nach einer ersten Untersuchung stellte es sich laut Staatsanwaltschaft als harmlos heraus.
Spezialkräfte der Feuerwehr aus Nordsachsen bargen das verdächtige Pulver. Nach einer ersten Untersuchung stellte es sich laut Staatsanwaltschaft als harmlos heraus.  © Erik-Holm Langhof/Lausitznews.de

Kurz darauf trafen Spezialkräfte der Feuerwehr Nordsachsen auf der A14 ein. Unter Vollschutz-Ausrüstung bargen sie das verdächtige Pulver.

Nach einer ersten Untersuchung hätten sich die Substanzen als harmlos herausgestellt, erklärte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz. Die Waffen seien Softairwaffen gewesen.

Während des Einsatzes nahm eine Streife der Bundespolizei den Fahrer im Umfeld des Flughafens fest. Es handelt sich um einen 39-jährigen Deutschen aus Sachsen-Anhalt. Der verstört wirkende Mann wurde zunächst in die Psychiatrie gebracht. Der Einsatz auf der A14 dauerte bis 22 Uhr an.

Titelfoto: Montage: Erik-Holm Langhof/LausitzNews.de

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