Leipzig - Am Mittwoch hatte die Universität Leipzig gleich mit zwei Angriffen auf sich zu kämpfen.
Am frühen Morgen hatten unbekannte Personen zunächst den Eingang des Unigeländes mit Warnbaken und umgekippten Mülltonnen versperrt. Die Vereinigung "Gegen Repression an Schulen" und die aktivistische Initiative "Students United HTWK" schrieben auf Instagram: "Weg mit Merz! Für bessere Lernbedingungen - kämpfen wir als Jugend vereint!"
Zudem wurde aufgefordert, am Aktionstag am kommenden Samstag (31. Oktober) und dem europaweiten Jugendstreik am 20. November teilzunehmen.
Die Polizei begleitete den Protest zwar von 7.30 Uhr bis etwa 9.45 Uhr. "Es gab aber keine strafrelevanten Tatbestände", sagte Polizeisprecher Paul Engelmann zu TAG24.
Am Mittag folgte ein Instagram-Post der Uni selbst. "Es gab heute einen Angriff auf die IT-Systeme der Universität Leipzig", schrieb man. "Zur Schadensabwehr wurden die Dienste komplett offline genommen, um weitere Analysen durchzuführen."
Rektorin Prof. Eva Inés Obergfell sagte zu TAG24, dass "einen sicherheitsrelevanten Vorfall gibt, der jetzt intensiv untersucht wird und man nun prüft, wann und wie man alle Systeme wieder hochfahren kann". Ihr läge keine Information vor, dass ein Bekennerschreiben oder Ähnliches eingegangen wäre.
Ob es einen Zusammenhang mit dem Protest vom Morgen gibt oder es sich um zwei unterschiedliche Angriffe handelt, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.