Leipzig - Nach der Drohnen-Attacke auf den Leipziger Flughafen haben die Ermittler an dem sichergestellten und mit einer Sprengladung versehenen Flugobjekt erste Spuren gesichert. Angeblich soll es dabei auch einen Bezug zum Brandanschlag auf eine Leipziger DHL-Maschine vom Juli 2024 geben. Unterdessen hat der Flughafen seine Besuchertouren vorerst ausgesetzt.
Es ist eine Meldung der BILD, wonach an der Drohne eine DNA-Spur gesichert wurde, die bereits in der gemeinsamen DNA-Datenbank europäischer Polizeibehörden registriert sein soll.
Und zwar im Zusammenhang mit dem am 19. Juli 2024 im litauischen Vilnius per Postpaket aufgegebenen Brandsatz, der am Tag darauf im DHL-Luftfrachtzentrum Leipzig zündete. Dem Bericht zufolge habe die DNA bislang keiner Person zugeordnet werden können.
Weder Bundesanwaltschaft noch sächsische Ermittler wollten den Spuren-Treffer am Montag auf TAG24-Nachfrage bestätigen.
Unklar ist auch, ob eine solche Spur überhaupt einem Verdächtigen zugeordnet werden kann, oder ob sie etwa von Einsatzkräften oder Sicherungspersonal, das in beiden Fällen involviert war, verursacht wurde.
Leipziger Airport stellt Besucherprogramm ein
Aktuell wird am Bezirksgericht Vilnius fünf Verdächtigen aus der Ukraine, Russland und Litauen der Prozess gemacht.
Sie sollen laut Anklage 2024 insgesamt vier selbst gebaute Brandsätze über Paketdienste nach Westeuropa und Großbritannien verschickt haben. Die Ermittler glauben, dass sie im Auftrag des russischen Geheimdienstes GRU handelten.
Derweil hat der Flughafen Leipzig aus Sicherheitsgründen sein Besucherprogramm eingestellt.
Bis zur Drohnen-Attacke konnte jedermann Bustouren über das Flughafengelände buchen.
Die Touren führten auch vorbei an besonderen Sicherheitsbereichen, wie etwa dem Stellplatz der ukrainischen Antonov-Flotte.