Bei Fahrkartenprüfungen: LVB testen den Einsatz von Bodycams

Leipzig - Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) testen den Einsatz von Bodycams bei Fahrausweisprüfungen. Ziel sei unter anderem, Mitarbeitende und Fahrgäste besser zu schützen. Die Kameras sollen dabei ausschließlich in klar definierten Situationen zum Einsatz kommen.

Die hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra testen sie bereits, nun folgen auch die LVB: Mitarbeiter der Fahrausweisprüfung proben ab sofort den Einsatz von Bodycams.  © Julian Stratenschulte/dpa

Freiwillig teilnehmende Mitarbeitende der Fahrausweisprüfung würden den Einsatz der körpernah getragenen Kameras ab sofort testen, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens am Samstag.

"Erfahrungen aus anderen Verkehrsunternehmen zeigen, dass bereits das sichtbare Tragen einer Bodycam in angespannten Situationen deeskalierend wirken kann. Kommt es dennoch zu einem Vorfall, können Aufnahmen zudem dessen spätere Aufklärung unterstützen", erklärte Sandy Brachmann, Bereichsleiterin Marketing der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Eine dauerhafte oder anlasslose Aufzeichnung finde dabei nicht statt. Die Kameras würden ausschließlich in klar definierten Situationen aktiviert, die teilnehmenden Mitarbeitenden vorab umfassend geschult.

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Ziel des Einsatzes sei es, Mitarbeitende und Fahrgäste in kritischen Situationen besser zu schützen, zur Deeskalation beizutragen und im Ernstfall die Aufklärung von Vorfällen zu unterstützen.

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LVB: Bodycams zusätzlicher Baustein im Sicherheitskonzept

Bei dem Einsatz soll es sich zunächst um eine Testphase handeln. Diese werde anschließend durch das Unternehmen ausgewertet.  © Elisa Schu/dpa

"Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten täglich wichtige Arbeit im direkten Kontakt mit unseren Fahrgästen. Sie haben Anspruch darauf, ihre Arbeit sicher ausüben zu können", so Thomas Liebau, Leiter Fahrausweisprüfung.

Bodycams seien ein zusätzlicher Baustein im Sicherheitskonzept der LVB. "Unser Ziel ist dabei ganz klar: Konflikte möglichst gar nicht erst eskalieren zu lassen und unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen."

Der Einsatz der Kameras erfolge unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Anforderungen. Fahrgäste würden transparent über den Einsatz informiert, Aufzeichnungen ausschließlich zweckgebunden verarbeitet und nur so lange gespeichert, wie dies für den jeweiligen Zweck erforderlich ist.

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Nach Abschluss einer Testphase würden die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt durch die LVB ausgewertet. Dabei solle insbesondere betrachtet werden, wie sich der Einsatz der Bodycams in kritischen Situationen bewährt hat und welchen Beitrag sie zum Schutz der Mitarbeitenden und zur Deeskalation leisten konnten.

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