Das Ziel heißt Olympia 2036: Leipzig und Sachsen unterzeichnen 60-Millionen-Vertrag für Sportforum

Leipzig - Seit Jahren schon ringt die Messestadt mit dem Vorhaben, das Sportforum zukunftsfähig zu machen. Am Dienstag unterzeichneten nun Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) und Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) einen Zuwendungsvertrag über 60 Millionen Euro für das Projekt. Das Ziel wurde dabei klar formuliert: 2036 soll Leipzig für die olympischen Spiele bereit sein.

Gut gelaunt unterzeichneten Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU, l.) und Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) am Dienstag einen Vertrag über 60 Millionen Euro, um das Leipziger Sportforum zukunftstüchtig zu machen.  © Jan Kaefer

"Der DOSB bekommt von uns eine deutliche Ansage: Wir stehen 2036 zur Verfügung", sagte Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (51, Die Linke) bei der feierlichen Unterzeichnung des Vertrags am Dienstagnachmittag in der Quarterback Immobilien Arena. "2035 sind wir fertig."

Fertig sein soll dann so einiges: Zunächst will die Stadt ein Parkhaus bauen, um die angespannte Verkehrslage rund um das Sportforum zu entspannen. Parallel dazu soll im kommenden Jahr eine Ausschreibung für eine Gesamtvision für das Areal sowie für private Investoren gestartet werden.

In einem zweiten Schritt soll eine neue Ballsporthalle für bis zu 5000 Besucher gebaut werden. Zu guter Letzt will die Messestadt die Quarterback Arena sanieren und ihre Kapazität auf rund 12.000 Plätze ausbauen.

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"Die Halle ist in die Jahre gekommen. Wir müssen etwas tun, sonst geht der große Sportzirkus an uns vorbei", sprach OB Burkhard Jung es klar aus. "Es kann nicht sein, dass die großen Sportgeschichten nur im Westen oder in Berlin stattfinden."

Das Vorhaben sei dabei nicht nur ein Projekt für Olympia. "Wir verbessern die Bedingungen für den Leipziger Breiten-, Leistungs- und Spitzensport und schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen, künftig noch stärker nationale und internationale Sportgroßveranstaltungen nach Leipzig, Sachsen und Mitteldeutschland zu holen."

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Die Unterzeichnung fand passenderweise in der Quarterback Immobilien Arena statt. Sie soll im Zuge des Vorhabens ebenfalls saniert und ihre Kapazität auf 12.000 Plätze ausgebaut werden.  © Jan Kaefer

MP Kretschmer: "Die Investition ist langfristig angelegt"

Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (51, Die Linke) erklärte noch einmal, was wo entstehen soll und machte klar: "Wir stehen 2036 zur Verfügung."  © Jan Kaefer

"Mit der Modernisierung der Arena und dem Neubau der Ballsporthalle stärken wir den Sportstandort Leipzig und damit das Sportland Sachsen insgesamt", bestärkte Michael Kretschmer.

Der Ministerpräsident erklärte, dass es viele gute Gründe für die Investition gebe, olympische Wettkämpfe einer davon wären. Er betonte jedoch auch: "Die Investition ist langfristig angelegt. Sie kommt in jedem Fall und wird diesen wunderbaren und traditionsreichen Sportstandort weiter voranbringen."

60 Millionen Euro steuert der Freistaat zu dem Vorhaben bei, die aus dem Bundes-Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität" stammen. Weitere 260 Millionen Euro will Leipzig aufbringen. Einer oder mehrere Investoren sollen einen weiteren Teil beisteuern.

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