"Gen Z regelt" in Leipzig: Haltestelle zerstört, Polizei setzt Pfefferspray ein
Leipzig - Der erste Hubschrauber kreiste am frühen Samstagnachmittag über der Leipziger Innenstadt. Die sächsische Metropole war eine von mehr als 30 deutschen Städten, in denen der Protest "Gen Z regelt" mit einer Vielzahl an Menschen auf die Straße gegangen ist. Am Ende wurde es ruppiger.
In Leipzig waren Plakate zu lesen, wie "Für die soziale Revolution", "Merz muss weg", "Bildung statt Zwang" und "Jugend gegen Krieg".
Bereits am Freitag verbarrikadierten einige Händler entlang der Demo-Route ihre Geschäfte mit Holzverschlägen, unter anderem am Brühl, in der Hainstraße und der Grimmaischen Straße. Sie wollen vorbereitet sein, sollten sich die Teilnehmer ähnlich strafbar verhalten, wie jüngst in Frankreich geschehen.
Dort wurden Schaufenster eingeschlagen, Läden geplündert und Brandstiftungen begangen. In Leipzig habe man "keine Erkenntnisse, dass es zu Zerstörungen kommen soll", sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe am Samstag.
Vor Ende der Leipziger Demo setzte die Polizei am Ring-Café Pfefferspray gegen Demonstranten ein und nahm am Wilhelm-Leuschner-Platz vorläufig zwei fest. Auf der Karl-Liebknecht-Straße wurden Fahrräder auf die Fahrbahn gelegt, am nahe gelegenen Südplatz mehrere Scheiben der Tram-Haltestelle zerstört.
Laut Polizei waren nach ersten Zählungen insgesamt rund 6500 Menschen dabei. Kurz vor 17 Uhr wurde die Leipziger Demo offiziell beendet.
Video-Zusammenschnitt von der "Gen Z regelt"-Demo aus Leipzig:
So hatten sich einige Geschäfte auf die Demo vorbereitet:
Der bundesweite Protest richtete sich gegen die aktuelle politische Lage in Deutschland, insbesondere gegen die für Jüngere: "Wir sind junge Menschen, die nicht länger zusehen wollen, wie ohne uns über unsere Zukunft entschieden wird." Es geht um Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und ein bezahlbares Leben.
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Titelfoto: Bildmontage: EHL Media
