Letzte Generation blockiert Leipziger Harkortstraße: Hände kleben diesmal woanders!

Leipzig - Am Montagmorgen waren die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" wieder einmal in Leipzig aktiv. Dieses Mal klebten sie ihre Hände jedoch nicht auf die Straße.

Die Verkehrseinschränkungen in der Harkortstraße hielten sich in Grenzen.
Die Verkehrseinschränkungen in der Harkortstraße hielten sich in Grenzen.  © News5/Grube

Wie die Klimaaktivisten in einer Pressemitteilung verkündeten, hatten sich vier Anhänger gegen 7.30 Uhr auf die Harkortstraße neben dem Bundesverwaltungsgericht niedergelassen.

Dabei klebten sich die Umweltschützer nicht wie so oft mit Kleber auf den Asphalt, sondern klebten ihre Hände verschlungen ineinander - um Liebe und Verbundenheit zu zeigen, so die Mitteilung.

"Zum Anlass des Valentinstags, einem Tag, der für Liebe und Ehrlichkeit stehen sollte, appellieren wir an die Menschen; blickt den Tatsachen ins Auge und lasst uns gemeinsam für das Gute im Leben einstehen", schrieb die "Letzte Generation" dazu.

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Nach wie vor setzt sich die Umweltbewegung gegen fossile Energien und einen möglichen Klimakollaps durch den aktuellen Kurs der Regierung ein.

Durch die Nähe zur Polizeistation in der Dimitroffstraße waren zügig Beamte vor Ort und nahmen die Personalien der Aktivisten auf.

Da es sich bei der Harkortstraße nicht um eine wichtige Verkehrsader, sondern sogar um eine Fahrradstraße handelt, hatte die Aktion nur geringfügige Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen.

Die Polizei war schnell vor Ort und nahm die Personalien der Aktivisten auf.
Die Polizei war schnell vor Ort und nahm die Personalien der Aktivisten auf.  © News5/Grube
Statt sich auf dem Asphalt festzukleben, klebten sich die Aktivisten am Montag aneinander.
Statt sich auf dem Asphalt festzukleben, klebten sich die Aktivisten am Montag aneinander.  © News5/Grube

Polizei über Aktion: "Heute völlig entspannt"

Die Polizei bot den Aktivisten Hilfe beim Lösen der Hände durch den Rettungsdienst an, dies wurde aber abgelehnt.
Die Polizei bot den Aktivisten Hilfe beim Lösen der Hände durch den Rettungsdienst an, dies wurde aber abgelehnt.  © Silvio Bürger

"Aus polizeilicher Sicht ist die Aktion heute völlig entspannt, hier liegt keine Nötigung vor, weswegen nur wegen der Straftat des Nichtanzeigens einer Versammlung vorgegangen wird", berichtete Polizeisprecher Olaf Hoppe.

Gegen 8.30 Uhr hatten die Aktivisten dann freiwillig die Straße verlassen und ihren Protest auf dem Fußgängerweg fortgeführt.

Die Polizei habe den Aktivisten außerdem vorgeschlagen, ihre Hände durch den Rettungsdienst lösen zu lassen, die hätten die vier Demonstrierenden jedoch abgelehnt.

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Bundesweit hatte die "Letzte Generation" am Montag zu Protesten und Aktionen aufgerufen, unter anderem im Berliner Westen wurde eine Straße blockiert.

Originaltext vom 13. Februar, 9.16 Uhr

Aktualisiert um 9.33 Uhr

Titelfoto: News5/Grube

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