Dölzig/Villena - Die sechs Tiger, die Anfang Juli von Dölzig in Sachsen nach Spanien gebracht wurden, haben einen großen Fortschritt gemacht. Sie haben ihre Quarantäne überstanden und dürfen ein neues Außengehege erkunden.
Fast acht Wochen lang waren Tiger-Dame Saphira und ihre fünf Jungtiere in einem etwas trostlos aussehenden Quarantänegehege. Das war laut Patrick Müller von der Tierschutzorganisation AAP aber notwendig, da es so oft gereinigt werden musste.
"Die Mindestzeit in der Quarantäne ist durch internationale Gesetze vorgeschrieben", erklärte er im Juli gegenüber TAG24. Tiger müssen demnach 30 Tage in Quarantäne, um sicherzustellen, dass sie fit und gesund sind. Die Tiger aus Leipzig waren allerdings länger in dem Gehege.
Grund dafür sind laut Müller der Stress durch die lange Reise und die neuen Bedingungen sein. Die Tiere lebten vorher in einem Gehege in der Nähe von Leipzig und hatten täglich Kontakt zu ihrer Besitzerin Carmen Zander (53). In ihrer neuen Bleibe in Spanien sind die Umgebung, die Betreuer und die Gerüche anders. Deswegen wird in mehreren kleineren Schritten gehandelt.
Mit den Umstellungen kommen die Tiere aber laut den Tierschützern immer besser klar. "Vorsichtig, aber neugierig erkundeten sie ihre neue Umgebung, schnüffelten, beobachteten und gewannen nach und nach an Selbstvertrauen", hieß es in einem Facebook-Post.
Die Tiere werden innerhalb der Station noch einmal umziehen
Während die Tiere sich mental noch den neuen Gegebenheiten anpassen müssen, soll es sonst keine Probleme geben. "Körperlich sind die Tiere unverändert gut - tatsächlich nahezu unverändert seit ihrer Ankunft", sagte Müller gegenüber einem TAG24-Reporter.
Ihr neues Außengehege ist noch nicht das finale Gehege, in dem die sechs Tiere dann erst mal langfristig bleiben sollen. Sie sind momentan noch in einem kleineren Gehege, damit die Experten sie genau beobachten können.
Wie AAP auf Facebook bestätigte, sollen Saphira und ihr Nachwuchs nach der Eingewöhnung in das größte Außengehege auf der Anlage in Spanien ziehen.
Dieses neue Domizil soll laut einer Meldung der Tierschutzorganisation, die im Juli veröffentlicht wurde, insgesamt 3000 m², Naturboden, Bademöglichkeit und mehrere Rückzugsbereiche haben. Über die Entwicklung der Tiere sollen auf Social Media weitere Updates folgen.