Nach Sprengstoff-Angriff: Leipziger Flughafen hat jetzt Drohnen-Abwehr auf dem Dach

Leipzig - Nach dem Drohnen-Angriff Dienstagnacht auf den Flughafen Leipzig sind die Suchmaßnahmen nach Sachsen-Anhalt ausgedehnt worden. Offenbar konnte die Polizei nach dem Absturz ein Funksignal der zweiten Drohne lokalisieren. Unterdessen wurde auf der Besucherplattform des Airports eine mobile Drohnenabwehr stationiert.

In unmittelbarer Nähe der russischen Antonov-Flieger, die in Leipzig festgesetzt sind, suchen Polizisten nach Drohnen-Teilen.  © Sebastian Willnow/dpa

Auch am Freitag waren wieder zahlreiche Einheiten von Landes- und Bundespolizei am und um den Flughafen auf der Suche nach Teilen der Drohne, die mit einer durchstartenden DHL-Maschine kollidiert und dann abgestürzt war.

Der Flugzeugführer des Frachtfliegers hatte dem Tower gemeldet, dass die Kollision mit dem unbekannten Flugobjekt in einer Höhe zwischen 1200 und 1800 Fuß (366 bis 549 Meter) stattfand.

Wie TAG24 aus Ermittlerkreisen erfuhr, fanden Suchmaßnahmen auch in der Region Merseburg (Sachsen-Anhalt) statt. Und zwar unter strengster Geheimhaltung. Sämtliche an der Suche beteiligten Beamten mussten zuvor sowohl ihre privaten als auch ihre Diensthandys abgeben.

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Wie TAG24 vor Ort erfuhr, sollen die beiden bei der Attacke eingesetzten Drohnen mit jeweils zwei SIM-Karten und einem WLAN-Modul ausgestattet gewesen sein.

Letzteres legt nahe, dass die Drohnenpiloten vor dem Angriff auf Sicht flogen und wegen der begrenzten Reichweite der WLAN-Verbindung ihren Standort im Umfeld des Flughafens gehabt haben müssen.

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Da, wo früher die Besucher-Plattform des Leipziger Flughafens war, ist aktuell eine mobile Drohnenabwehr stationiert.  © Michael Strohmeyer

SIM-Karte der abgestürzten Drohne in Funkzelle lokalisiert

Polizeibeamte der Drohnenabwehr sitzen unter einem Sonnenschutz vor Monitoren, rechts daneben steht das EchoShield-Radar.  © Michael Strohmeyer

Eine der SIM-Karten der mit dem Flugzeug kollidierten Drohne soll von den Ermittlern per Funkzellenauswertung nach dem Absturz noch lokalisiert worden sein - und zwar westlich des Flughafenareals. Möglicherweise wurde deshalb in der Region Merseburg gesucht.

Die Bundesanwaltschaft, die die Ermittlungen inzwischen übernommen hat, wollte auf Nachfrage von TAG24 am Freitag weder Angaben zu den laufenden Such- und Ermittlungsmaßnahmen noch zu etwaigen Funden machen.

Auf der nach der Attacke gesperrten Besucherplattform des Leipziger Airports haben die Sicherheitskräfte jetzt einen Drohnen-Wachposten errichtet. Ein dort aufgebautes EchoShield-Radarsystem soll auf größere Distanzen anfliegende Drohnen erkennen und ihre Flugbahnen verfolgen.

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Kommen sie dem Flughafen zu nahe, werden sie von einem improvisierten Leitstand aus mit Störsendern, sogenannten Jammern, bekämpft.

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