Leipzig - Das Leipziger Bachviertel verwandelt sich schon bald zur Hälfte in eine Bewohnerparkzone.
Im Bereich zwischen der Ferdinand-Lasalle-Straße und dem Elstermühlgraben soll das Bewohnerparken eingeführt werden, so die Stadtverwaltung am Donnerstag. Rund um das Forum Thomanum wird zudem ein verkehrsberuhigter Bereich geschaffen.
Ab Dezember soll die Hälfte aller Stellplätze im Bachviertel für Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung stehen, für die übrigen 45 Prozent muss man einen Parkschein ziehen.
Der Entscheidung gehen unzählige Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern voraus, welche sich um die fehlenden Parkplätze vor ihren Häusern drehten. Eine entsprechende Analyse gab ihnen Recht: Demnach wird ein Großteil der Stellplätze im Quartier von Ortsfremden belegt, meistens nur für kurze Zeit.
Das lässt sich vor allem auf die bereits bestehenden Regeln zum Bewohnerparken im benachbarten Waldstraßenviertel und im Zentrum zurückführen, weshalb viele Verkehrsteilnehmer inzwischen auf das Bachviertel ausweichen, um ihre Fahrzeuge abzustellen. Auch das Stadion und die Arena befinden sich in unmittelbarer Nähe, was den Parkdruck erhöht.
Baubürgermeister Thomas Dienberg verspricht sich von der Maßnahme nicht nur eine Reduktion des Autoverkehrs in dem Bereich, sondern auch damit einhergehend erhöhte Verkehrssicherheit: "Das steigert letztlich die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger des Bachviertels."
Auf das Leipziger Bachviertel kommen viele Veränderungen zu
Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll die Ausgabe der Bewohnerparkausweise sowie die Beschilderung im Quartier Ende des Jahres erfolgen. Die Gebühren für die Ausweise und die Parkscheine sollen der Stadt jährlich knapp 190.000 Euro einbringen.
In der Käthe-Kollwitz-Straße wird es zudem eine neue Regelung geben, laut der Autos nicht mehr auf den Gehwegen parken dürfen. Damit soll die Barrierefreiheit in dem Bereich in Zukunft verbessert werden. Stattdessen soll es dort neue Kurzzeitparkplätze an den Einmündungen der südöstlichen Straßenseite geben.