Neue Zähler-Displays in Leipzig: Wo sind die meisten Radler unterwegs?

Leipzig - Zur Beurteilung und Planung der Verkehrslage installierte die Stadt Leipzig automatische Messstellen, die nun auch mit Displays ausgestattet werden.

Kurz nach 13 Uhr zählte die Messstelle am Donnerstag schon 1318 Fahrräder. Für dieses Jahr sind es bereits 15.233 Fahrräder.
Kurz nach 13 Uhr zählte die Messstelle am Donnerstag schon 1318 Fahrräder. Für dieses Jahr sind es bereits 15.233 Fahrräder.  © Eric Mittmann

Um Verkehrssituationen beurteilen und planen zu können, führt die Stadt Leipzig regelmäßig Zählungen des Verkehrs-Aufkommens durch. Bisher geschahen diese durch Mitarbeiter, die an den Straßen die Fahrzeuge zählten, doch seit geraumer Zeit verfügt die Stadt über 24 Dauerzähler-Stellen für Autos und sechs für Fahrräder.

"Weil jede zurückgelegte Strecke mit dem Rad zählt", wie das Verkehrs- und Tiefbauamt schrieb, wurden zwei der sechs Dauerzähler-Stellen nun mit einem Display ausgestattet. Diese sollen die Dimension des Leipziger Radverkehrs veranschaulichen.

"Immer mehr Leipzigerinnen und Leipziger nutzen für immer mehr Wege das Rad. Die Zählstellen liefern darüber wichtige Informationen, sodass die Fördermaßnahmen für den Radverkehr geprüft und verbessert werden können", sagte Baubürgermeister Thomas Dienberg.

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"Für die Radfahrenden hingegen machen sie symbolisch sichtbar, dass jede Fahrt mit dem Rad zählt! Ziel ist es daher, das Netz der Zählstellen sukzessive zu erweitern."

Leipzig: Das Netz für Fahrradmessstellen soll noch weiter ausgebaut werden

Die digitalen Displays sollen die Leipziger zum Radfahren bewegen.
Die digitalen Displays sollen die Leipziger zum Radfahren bewegen.  © Eric Mittmann

Die Messstellen funktionieren mithilfe einer in den Boden eingelassenen Induktionsschleife, die alle Fahrräder mit Bauteilen aus Metall erfasst. Die Informationen werden anschließend an das Display übermittelt, das neben dem Tageswert auch einen Jahreswert anzeigt.

Überhaupt soll das Netz für Fahrradmessstellen weiter ausgebaut werden, weshalb Leipzig die bisherigen sechs Zähler um fünf weitere ergänzt. Diese sollen in der Georg-Schumann-Straße, der Lützner Straße, der Wurzner Straße und auf der Sachsenbrücke ihren Platz finden. Die Standorte seien Teil wichtiger Routen des Alltag-Verkehrs.

Die Zähler sind Teil des Aktion-Programms für den Radverkehr. Ihre Kosten belaufen sich auf etwa 98.500 Euro. Eine Ausgabe die Leipzigs Rad-Verkehrsbeauftragter Dr. Christoph Waack zu begründen weiß: "Dauerzählstellen liefern uns wertvolle Daten – etwa um Langzeittrends identifizieren und Verkehrsmodellierungen vornehmen zu können. Und sie dienen zugleich der Evaluation von Fördermaßnahmen für den Radverkehr."

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Die digitalen Displays können stadtein- und auswärts auf dem Grimmaischen Steinweg bewundert und gern ausprobiert werden.

Titelfoto: Eric Mittmann

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