Polizei zieht Fahrschulauto aus Verkehr: Schüler unter Medikamenten
Leipzig - Das war es erstmal mit dem Führerschein. Ein Fahrschulauto wurde während einer groß angelegten Polizeikontrolle am Dienstag auf der B2 in Leipzig herausgefischt. Wie sich herausstellte, hätte der Schüler nicht hinter dem Lenkrad sitzen dürfen.
Etwas kam den Beamten kurz nach 12 Uhr komisch an dem Fahrschulauto vor und so zogen sie den Wagen aus dem Verkehr.
Neben dem Lehrer auf dem Beifahrersitz befand sich ein 40-jähriger Schüler auf der Fahrerseite.
Die Beamten führten aufgrund eines ersten Verdachts mehrere Tests mit dem 40-Jährigen durch. Diese ergaben, dass der Mann erhebliche Ausfallerscheinungen hatte und nicht in der Lage war, ein Auto zu steuern.
"Im Rahmen der Kontrolle gab der Mann an, mehrere Medikamente zu nehmen, welche nachweislich eine zentrale Wirkung auf das Nervensystem haben", so die Polizei.
Ab diesem Zeitpunkt übernahm der Fahrlehrer. Für den Schüler dürfte das erstmal die letzte Stunde gewesen sein. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet.
"Ein Erwerb der Fahrerlaubnis ist bis auf Weiteres ausgeschlossen", hieß es weiter.
Schon wieder bei B2-Kontrolle erwischt
Doppeltes Pech hatte auch eine 38-Jährige. Kurz vor dem Ende der Kontrolle, gegen 17.10 Uhr, fischten die Beamten sie heraus.
Anfangs schien alles normal und die Frau zeigte ihren Führerschein vor. Doch bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass die Dame diesen eigentlich gar nicht hätte besitzen dürfen,
Denn bei der letzten Großkontrolle auf der B2 im Vorjahr wurde sie aus dem Verkehr gezogen, weil die 38-Jährige unter dem Einfluss von Kokain stand.
"Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens sollte die Frau ihren Führerschein abgeben, hatte dies aber bislang nicht getan", erklärte die Polizei.
Sie hat nun zusätzlich eine Anzeige wegen des Fahrens ohne Führerschein am Hals. Dieser wurde ihr direkt vor Ort abgenommen.
Titelfoto: Montage: EHL Media/Erik-Holm Langhof; Swen Pförtner/dpa

