Verlängerung bis in den Nordwesten: Kriegt Leipzig bald eine neue Tramverbindung?
Leipzig - Die Straßenbahnlinie 10 könnte bald verlängert werden und bis zum S-Bahnhof Wahren im Nordwesten der Stadt fahren. Allerdings könnte die knifflige Haushaltslage zum Problem werden.
Die Idee, den Stadtteil Wahren, den S-Bahnhof Wahren und die Gewerbegebiete im Nordraum besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden, steht schon länger im Raum.
Eine Machbarkeitsstudie, die vom Freistaat Sachsen, der Stadt Leipzig und den Leipziger Verkehrsbetrieben in Auftrag gegeben wurde, hat dafür drei mögliche Varianten untersucht und ist jetzt zu einer klaren Empfehlung gekommen. Das teilte die Stadt am Donnerstagvormittag mit.
Die Studie schlägt vor, eine zweigleisig befahrbare Strecke über die verlängerte Auenseestraße bis zu einer neuen Wendeschleife zu bauen. Außerdem wird der Bau eines möglichen neuen Straßenbahnbetriebshofs nahe dem S-Bahnhof Leipzig-Wahren empfohlen.
So könnte dann auch die bestehende Wendeschleife am Pater-Aurelius-Platz entfallen. "Dadurch könnte der Bereich rund um das Rathaus Wahren attraktiver gestaltet werden", hieß es in der Pressemitteilung.
Es ist unklar, wann genug Geld für die neue Verbindung da ist
Die Studie schlägt außerdem vor, eine neue Straße zwischen der Georg-Schumann-Straße und der Travniker Straße zu bauen, die parallel zur Straßenbahn verlaufen würde. Somit könnten die Verkehrsverhältnisse in Wahren verbessert werden.
Insgesamt würden die Straßen- und Gleisbauarbeiten schätzungsweise rund 35 Millionen verschlingen. Die Stadtspitze wurde über die Ergebnisse der Studie informiert, der Stadtrat entscheidet aber über die Vorzugsvariante und die weitere Planung.
Ob und wann das Bauprojekt umgesetzt werden kann, hängt stark von den verfügbaren Haushaltsmitteln, Fördergeldern und der Priorisierung im Stadtrat ab.
Trotzdem appelliert die Stadt, dass man sich jetzt schon für eine der Varianten entscheiden sollte, damit das Projekt nahtlos weitergeführt werden kann, wenn die Gelder irgendwann vorhanden sind.
Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

