MDR-Star Peter Escher traurig: Gutgläubige Seniorin verliert 19.000 Euro durch Rubbel-Trick

Leipzig - 95 Prozent der an Senioren ausgeübten Trickbetrug-Versuche scheitern, sagt Peter Escher (72). Nur 5 Prozent haben also Erfolg. Das sind 5 Prozent zu viel. Und deshalb versucht der MDR-Moderator auch, potenzielle Opfer zu warnen.

Peter Escher (72), langjähriger MDR-Moderator, ist einer der Hosts des Präventions-Podcasts.  © imago/Matthias Wehnert

Im neuen Format "Achtung Alltag! Der Präventions-Podcast" sprechen er, "Brisant"-Moderatorin Kamilla Senjo (51) und TV-Reporterin Jenna von Thäne (40) abwechselnd mit dem Sicherheits-Experten Rico Reichel von der "Daporo Academy" über verschiedene Themen des Alltags.

In der 2. Folge geht es den Trickbetrug zu Lasten älterer Menschen. Reichel hat direkt einen traurigen Fall mitgebracht.

Eine Seniorin aus dem Leipziger Umland sei kürzlich Opfer eines Trickbetrugs geworden. Ein vermeintlicher Bankmitarbeiter hatte sie angerufen und auf angebliches Falschgeld in einem Automaten hingewiesen, von dem sie Scheine abgehoben hatte. Am nächsten Tag wolle jemand vorbeikommen und die Noten prüfen.

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Die gutgläubige Frau bot ihrem Gast sogar Kaffee und Kuchen an, holte die abgehobenen knapp 1000 Euro. Über den Geldrubbeltrick, durch den das angebliche Falschgeld enttarnt werden könne, gaukelt der Betrüger der armen Frau vor, dass sie Betroffene sei und er die Noten mitnehmen müsse.

Er habe eine Quittung geschrieben, seine Spuren beseitigt und sei dann gegangen. Doch die Frau habe ihn zurückgeholt und ihm weitere 18.000 Euro zur Prüfung mitgegeben, die sie ebenfalls aus jenem Automaten geholt hatte. Die 19.000 Euro sind weg.

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"Achtung Alltag! Der Präventions-Podcast": Peter Escher fordert "gesunde Skepsis"

Immer wieder werden Senioren Opfer von Trickbetrügern. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Trotz dieses erschreckenden Falls sagt Peter Escher, dass die Welt nicht schlecht sei. "Aber eine gesunde Skepsis sollten wir heute an den Tag legen, weil die Gauner, die Abzocker, die Betrüger werden leider immer raffinierter", so der 72-Jährige im Podcast.

Vom Enkeltrick habe er schon vor 30 Jahren gewarnt. "Wie kann es sein, dass der heute immer noch funktioniert?"

Rico Reichel weiß, dass ganz bewusst mit den Gefühlen und Emotionen der Leute gespielt und bewusst Druck aufgebaut wird, um die Opfer zum schnellen Aushändigen von möglichst viel Bargeld zu treiben.

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Die Täter sind längst in Strukturen organisiert, agieren aus illegalen Callcentern in Süd- oder Osteuropa, Afrika oder auch teilweise um die Ecke. Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) spielt den Gangstern dabei in die Karten: Sie können Stimmen von Verwandten täuschend echt nachstellen, die Opfer hegen somit weniger Zweifel an der Echtheit der Aussagen.

Bester Tipp für Senioren: Bei Schockanrufen auflegen, Familienmitglieder kontaktieren und Rat einholen. Oder das angeblich verunfallte Enkelkind selbst mit der im Telefonbuch eingespeicherten Nummer anrufen.

Neue Folgen "Achtung Alltag! Der Präventions-Podcast" werden zunächst an jedem letzten Freitag im Monat unter anderem bei Spotify veröffentlicht.

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