Leipzig - Am Montag fuhr der 33-jährige Jeffrey K. mit seinem Auto in der Leipziger Innenstadt durch eine Menschenmenge und nahm damit zwei Personen das Leben. Neue Details lassen erahnen, dass der Amokfahrer seine Tat geplant haben könnte!
Die Leipziger Polizei bestätigte auf Anfrage von TAG24, dass K. sein Vorhaben bereits im April indirekt angekündigt haben soll. Zuvor hatten bereits die Leipziger Volkszeitung und die Zeit übereinstimmend berichtet.
Demnach soll der 33-Jährige eine Nachricht an seine frühere Lebensgefährtin geschickt haben, in der er sie bedroht und außerdem geschrieben habe: "Ist schon lange kein Auto mehr in eine Menschenmenge gefahren."
Dass eine solche Nachricht existiert, habe zunächst Polizeisprecher Olaf Hoppe gegenüber den genannten Medien bestätigt. Man sei jedoch erst am "Abend des Tatgeschehens" darauf gestoßen.
Sprecher Paul Engelmann sagte TAG24 nun ebenfalls, dass dies der Wahrheit entspreche.
Polizeieinsatz bei Jeffrey K. nach Anzeige durch Ex-Partnerin
Wie es hieß, habe die ehemalige Partnerin von K. am 16. April Anzeige bei der Polizei erstattet. In der Folge sei es im Rahmen der Ermittlungen zu einem Einsatz bei dem späteren mutmaßlichen Amokfahrer gekommen. Daraufhin habe sich K. in die psychiatrische Klinik in Altscherbitz einweisen lassen.
Das geschah am 21. April, doch nur acht Tage später verließ er das Fachkrankenhaus auf eigenen Wunsch schon wieder. Während seiner Zeit in psychiatrischer Betreuung habe kein Verdacht auf Eigen- oder Fremdgefährdung bestanden, hieß es.
Zu Ermittlungsergebnissen und möglichen Motiven für die Tat halten sich die Behörden noch immer zurück. Laut Staatsanwaltschaft können keine weiteren Angaben gemacht werden.
Ermittelt wird wegen zweifachen Mordes sowie versuchten Mordes in vier Fällen. Sowohl eine 63-jährige Frau als auch 77 Jahre alter Mann starben bei der Amokfahrt durch die Leipziger Innenstadt. Sechs weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.
Erstmeldung vom 7. Mai 21.07 Uhr, aktualisiert am 8. Mai 8.04 Uhr