Strombrückenzug wird erneut teurer: Magdeburg muss Millionen drauflegen
Magdeburg - Der neue Strombrückenzug in Magdeburg ist bereits seit Längerem für den Verkehr freigegeben, doch jetzt muss die Stadt für das Projekt erneut tief in die Tasche greifen. Darum wird es teurer!
Die Gesamtkosten steigen voraussichtlich auf 236,2 Millionen Euro. Damit wird das Bauvorhaben weitere 8,9 Millionen Euro teurer als ursprünglich kalkuliert. Über die zusätzlichen Ausgaben soll der Magdeburger Stadtrat am 5. November entscheiden.
Dass die Rechnung deutlich höher ausfallen würde als geplant, hatte sich bereits vor Jahren angedeutet. Bei der Vergabe ging die Stadt noch von knapp 100 Millionen Euro aus. Bereits 2021 mussten die Kosten um rund 22 Millionen Euro nach oben korrigiert werden.
Nach Angaben der Stadtverwaltung gibt es für die aktuelle Kostensteigerung mehrere Gründe. Unter anderem sorgten schwierige Bodenverhältnisse und nicht eindeutig bekannte Leitungsverläufe für zusätzliche Arbeiten.
Auch Änderungen bei der Verkehrsführung und Hochwasser würden sich auf das Großprojekt auswirken, hieß es. Zusätzliche Kosten entstanden zudem durch Verzögerungen bei Vergaben und die dadurch verlängerte Bauzeit.
Dazu kommen gestiegene Baupreise, aber auch die Corona-Pandemie, der Winter 2025/26 und der Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt, der unter anderem Lieferketten beeinträchtigt hatte.
Magdeburg muss Millionen selbst tragen
Von den aktuellen Gesamtkosten müssen rund 127,9 Millionen Euro von der Stadt selbst getragen werden. Für die jetzt zusätzlich benötigten 8,9 Millionen Euro gibt es laut Bericht der "Volksstimme" bislang jedoch keine weitere Förderzusage.
Das Geld soll ab 2027 im Haushalt berücksichtigt und über Kredite finanziert werden. Bisher wurden rund 108,3 Millionen Euro Fördermittel bewilligt.
Eine spätere Förderung sei weiterhin möglich, sollte das Land zusätzliche Mittel bereitstellen können.
Offiziell soll der Bau am 30. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Danach stehen unter anderem noch Pflanzarbeiten sowie kleinere Restarbeiten und die Beseitigung von Mängeln an.
Titelfoto: Peter Gercke/dpa

