Frau in Magdeburg niedergeschossen: Warum der Fall ungeklärt bleibt
Magdeburg - Mehr als zwei Jahre nach den Schüssen auf eine Frau in Magdeburg ist der Fall eingestellt worden.
Am 13. Mai 2024 fielen in der Adolfstraße im Stadtteil Fermersleben Schüsse und verletzten die damals 51 Jahre alte Frau lebensgefährlich. Der Täter konnte flüchten. Eine Ermittlungsgruppe der Polizei fahndete damals nach dem unbekannten Schützen.
Im September 2024 rückte ein 56 Jahre alter Ukrainer, der bereits seit mehreren Jahren in Magdeburg lebt, ins Visier der Ermittler. Wenig später wurde der Mann in Untersuchungshaft genommen.
Laut einem Bericht der "Volksstimme" reichten die Beweise gegen den Tatverdächtigen jedoch nicht aus. Wie die Staatsanwaltschaft berichtete, könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein anderer Täter für die Schüsse verantwortlich war.
Auch gegen einen zweiten Beschuldigten reichten die Ermittlungsergebnisse nicht für eine Anklage aus. Zudem sei dieser inzwischen bereits verstorben.
Damit bleibt auch das Motiv für die Tat weiter offen. Die verletzte Frau hatte nach den Schüssen angegeben, den Angreifer nicht zu kennen. Sie beschrieb ihn als einen Mann mit ausländischem Dialekt.
Titelfoto: Thomas Schulz/dpa
