Magdeburg - Am Donnerstagnachmittag musste ein Wohnhaus in der Magdeburger Neuen Neustadt geräumt werden, da dort giftiges Gas austrat. Anschließend durften die Bewohner zwar zunächst in ihre Räume zurückkehren, aber nicht für lange.
Nach dem Großeinsatz wurde das Mehrfamilienhaus am Nikolaiplatz gegen 20 Uhr erneut geräumt, bestätigte Stadtsprecher Michael Reif auf TAG24-Anfrage.
Der Grund dafür war, dass die Einsatzkräfte erneut die Gaskonzentration gemessen und für kritisch befunden hatten. "[Das Gebäude] ist nun gesperrt, da eine Bewohnbarkeit derzeit nicht gegeben ist", so Reif.
Am Donnerstag wurde gegen 15.30 Uhr wegen des Austritts von Kohlenstoffmonoxid zunächst ein "Massenanfall an Verletzten" ausgelöst. Insgesamt elf Menschen mussten medizinisch behandelt werden, einige von ihnen wurden sogar schwer verletzt.
Ein Großaufgebot aus Feuerwehr, Polizei, Rettungswagen und -hubschrauber war vor Ort im Einsatz. Die Einsatzkräfte lüfteten das Gebäude und die Menschen durften für ein paar Stunden in ihre Wohnungen zurückkehren, bevor das Ordnungsamt den Block erneut abriegelte.
Ursache für Austritt von giftigem Gas in der Neuen Neustadt unklar
Das Ordnungsamt brachte einen Bewohner in einer sozialen Wohneinrichtung unter. Wo die anderen Mieter zwischenzeitlich unterkommen und wie viele Menschen genau betroffen sind, konnte der Sprecher nicht sagen.
Auch ist unklar, wie lange die Bewohner jetzt ausharren müssen. Zunächst muss die Ursache für die hohe Giftgaskonzentration geklärt werden.
Auf Anfrage von TAG24 erklärte eine Sprecherin vom Polizeirevier Magdeburg, dass die Ursache für den Austritt des giftigen Gases derzeit völlig unklar ist. Die Ermittlungen würden "einige Zeit in Anspruch nehmen", hieß es.