Eklat an katholischem Gymnasium! Schulleiter soll Schüler "ins Bett gebracht" haben

Magdeburg - Nach einem Vorfall auf einer Klassenfahrt wurde der Leiter des renommierten katholischen Norbertusgymnasiums aus Magdeburg vorübergehend freigestellt. Es soll zu einer "Grenzüberschreitung" gekommen sein.

Der Schulleiter des katholischen Norbertusgymnasiums wurde suspendiert. (Archivbild)
Der Schulleiter des katholischen Norbertusgymnasiums wurde suspendiert. (Archivbild)  © Imago / Christian Schroedter

Wie die Volksstimme erfuhr, wurde der Direktor des Vorzeige-Gymnasiums erst vor Kurzem suspendiert. In einem Schreiben an die Eltern hieß es: "Es handelt sich dabei nach unserem gegenwärtigen Kenntnisstand um grenzüberschreitendes, nicht aber strafrechtlich relevantes Verfahren."

Die Suspendierung des Mannes sei bis zur vollständigen Klärung des Vorfalls notwendig, hatte die Trägerschaft, die Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg, erklärt.

Zwar wurden bislang keine Details zu jener "Grenzüberschreitung" gemacht, doch der Direktor selbst erläuterte den Vorwurf in einem Gespräch mit der VS.

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"Alljährlich besuche ich, falls ich es ermöglichen kann, an zwei Tagen abends nach meiner Arbeit unsere vier 5. Klassen auf deren Klassenfahrten, je eine zum Abendessen und eine an einem anderen Ort kurz vor der Bettgehzeit", so der Direktor. Seine Beteiligung am sogenannten "Bettbringdienst" wurde in diesem Fall als grenzüberschreitendes Verhalten gewertet, hieß es weiter.

Über die Vorwürfe und seine Suspendierung zeigte sich der Mann erschrocken. "Zumal ich niemanden zu nahe gekommen bin", beharrte er.

Eine externe Institution wolle nun prüfen, ob es sich bei dem "Bettbringdienst" um unziemliches Verhalten gehandelt hatte.

Titelfoto: Imago / Christian Schroedter

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