Betrunkene setzen Münchner Hotel unter Wasser, 200.000 Euro Schaden: "Das können wir jetzt alles vergessen"

München - Es war ein Schock für Manuela Holzer (57): Gegen 4.45 Uhr wird die Münchner Hotel-Chefin am Montagmorgen von ihren Angestellten alarmiert: Stromausfall, Wasser tropft in den Frühstücksraum im Erdgeschoss, braune Flecken bilden sich auf den Tapeten des 1889 erbauten Gebäudes. Der Grund: Betrunkene Gäste haben das Wasser aufgedreht und sich danach schlafen gelegt – und nichts mitbekommen. Stundenlang.

Hotel-Chefin Manuela Holzer hat Aufnahmen vom Zimmer gemacht. Aus der Dusche heraus verteilte sich das Wasser über mehrere Etagen.  © Hotel Brack/privat

Als Holzer das Zimmer der beiden Besucher aus Paderborn öffnet, sind diese völlig überrascht von der Situation.

Das Wasser steht etwa zehn Zentimeter hoch im Raum, das heiße Wasser aus der Dusche, das etliche Stunden durchlief, hat den Bereich in eine Dampfsauna verwandelt. Der Gesamtschaden an dem Gebäude geht in die Hunderttausende.

"Offenbar haben sie sich in die Dusche übergeben, das Wasser aufgedreht, um es wegzuspülen und haben sich hingelegt zum Schlafen", beschreibt die Geschäftsfrau im Gespräch mit TAG24.

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"Vermutlich ist dabei der Duschkopf heruntergefallen und hat das Wasser aus der Duschwanne hinaus verteilt."

Nach und nach verteilt sich nicht nur der Dampf in Möbel, Holz und Decke; auch das Wasser bahnt sich seinen Weg in die Wände und durch das Mauerwerk. Insgesamt über vier Stockwerke, bis in den Keller, ist es nass.

Die Mitarbeiter stellten sofort das Wasser ab – die Elektronik war ohnehin schon ausgefallen. Es tropft über mehrere Etagen aus den Lampen.

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Online-Kommentare schießen gegen Hotel-Chefin

Das Gebäude in München steht seit 1889. Nun muss ein sechsstelliger Betrag investiert werden, um die Schäden aus einer Nacht zu beheben.  © Hotel Brack/privat

Etwa 200.000 Euro Schaden werden durch den aufgedrehten Duschkopf verursacht.

Mit einem Teil der Wiesn-Einnahmen sollte in die Modernisierung des Hotels reinvestiert werden. "Das können wir jetzt alles vergessen."

Doch der Vorfall selbst ist nicht das einzige Problem. Vor allem in den sozialen Netzwerken werden nicht nur die Verursacher oder der Alkoholexzess kritisiert – die Hotelführung erntet auch Häme und Spott.

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"Da heißt es 'Ihr seid ja selber schuld' beispielsweise. Das ist einfach unfassbar", so Holzer gegenüber unserer Redaktion. "Die Leute glauben oft, die Hotels machen ihre Millionen. Wäre schön, aber leider ist es nicht so."

So etwas sei ein absoluter Ausnahmefall – und habe auch nur sekundär mit dem Oktoberfest selbst zu tun. Die Verursacher sollen bereits bestätigt haben, dass sie für den Vorfall verantwortlich seien.

Nun geht es darum, die Feuchtigkeit und den dadurch entstandenen Geruch aus den betroffenen Bereichen zu bekommen. Damit schon bald sämtliche Zimmer wieder im gewohnten Glanz für die Gäste aus aller Welt zur Verfügung stehen.

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