Von Bac Pham
München - Die beinahe beim Start in München verunglückte Boeing 787-9 soll kurz nach dem Vorfall Warnmeldungen zu einem möglichen Tailstrike und ungewöhnlichem Reifendruck gesendet haben. Das teilte die vietnamesische Luftfahrtbehörde CAAV vorläufig mit.
Besatzung der Maschine habe daraufhin die Flugsicherung informiert und entschieden, für eine technische Überprüfung nach München zurückzukehren, berichtet das vietnamesische Staatsmedium "Bao Moi" unter Berufung auf CAAV.
Die vietnamesische Regierung habe die Luftfahrtbehörde und die staatliche Fluggesellschaft Vietnam Airlines angewiesen, dringend mit den deutschen Behörden bei der Untersuchung des Vorfalls zusammenzuarbeiten und zugleich die Aufsicht über die Sicherheitsverfahren im Luftverkehr zu verstärken, berichteten staatliche Medien am Dienstag.
Die vietnamesische Luftfahrtbehörde sei zudem aufgefordert worden, die Sicherheitsaufsicht über die Ausbildung von Luftfahrtpersonal sowie über den Flugbetrieb und die Wartung von Flugzeugen durch vietnamesische Fluggesellschaften zu verstärken.
Die Boeing 787-9 war am Samstag über die Startbahn hinaus gerast und - eine Staubwolke hinterlassend - gerade noch abgehoben, wie ein in den sozialen Medien geteiltes Video zeigt.
Bei der Landung rund zwei Stunden später ist Qualm zu sehen, der am Fahrwerk aufsteigt. Verletzt wurde niemand.