Brandanschlag in München: Verdächtige kommen vor Ermittlungsrichter

Von Britta Schultejans

München - Nach dem Brandanschlag auf eine Baustelle in unmittelbarer Nähe zu Münchner Rüstungsunternehmen sollen die beiden Tatverdächtigen nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Polizisten ermitteln am Tatort in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs.  © Peter Kneffel/dpa

Der entscheidet dann, ob Haftbefehl gegen die 28 Jahre alte Bulgarin und ihren zehn Jahre älteren Landsmann erlassen wird.

Nachdem Brandsätze aus einem Auto heraus auf die Baustelle geworfen wurden, stehen die beiden unter Verdacht, mit der Tat zu tun zu haben.

Einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach es nach dem Anschlag auch einen Einsatz in einer Wohnung in Unterhaching gegeben hatte, wollte ein LKA-Sprecher nicht kommentieren. Es gebe aber bislang keine weiteren Tatverdächtigen, sagte er.

München Crime Brandsätze auf Baustelle bei Rüstungsfirma geworfen: Innenminister geht von Anschlag aus

Nach einer Attacke auf eine Baustelle in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs und von Gebäuden mehrerer Rüstungsunternehmen sprach Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (69, CSU) von "Brandanschlägen". Das Ziel seien "Gebäude oder Baustellen" gewesen, "die unmittelbar Rüstungs- und Sicherheitsfirmen in München zuzurechnen sind", sagte er. Es sei von einem "politischen Hintergrund dieser Straftaten" auszugehen.

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Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), die bei der Generalstaatsanwaltschaft München angesiedelt ist, hat die Ermittlungen übernommen. 

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