Frisch aus dem Gefängnis: Betrunkener greift Polizisten in Münchner Bahnhofsmission an
Von Charlotte Haft, Benedikt Zinsmeister
München - Ein Mann hat in einer Hilfseinrichtung am Münchner Hauptbahnhof Bundespolizisten angegriffen. Nur wenige Stunden vorher war er aus einer Justizvollzugsanstalt entlassen worden, wie die Bundespolizei mitteilte.
Der 43-jährige Pole fiel demnach am Dienstag gegen 15.30 Uhr in der Bahnhofsmission durch aggressives Verhalten auf und beschimpfte Mitarbeiter. Er ignorierte zudem die Aufforderung, die Hilfseinrichtung zu verlassen.
Gegen die alarmierte Bundespolizei leistete er den Angaben zufolge Widerstand und griff die Beamten mit Kopfstößen an. Die Bundespolizisten fesselten den Mann. Ein freiwilliger Atemalkoholtest habe einen Wert von 2,18 Promille ergeben.
Später habe er nicht mehr auf die Ansprache der Beamten reagiert.
Der Rettungsdienst behandelte ihn und brachte ihn - in Begleitung einer Streife der Bundespolizei - in ein Münchner Krankenhaus.
München: Mann soll nach Ausraster am Hauptbhnhof Haftrichter vorgeführt werden
Die Staatsanwaltschaft ordnete den Angaben zufolge eine Blutentnahme an. Der 43-Jährige wurde im Anschluss der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Dabei habe der Mann, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, noch einmal Widerstand geleistet und die Einsatzkräfte beleidigt und bedroht.
Die Beamten blieben den Angaben zufolge unverletzt.
Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und wegen Beleidigung und Bedrohung. Der Mann soll laut Bundespolizei am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa
