Hubschrauber, Taucher, Drohne: Große Suche nach Eisbach-Schwimmer, doch der war längst daheim
Von Manuel Rank und Benedikt Zinsmeister
München - Mit einem Großaufgebot haben Einsatzkräfte im Englischen Garten in München nach einem vermissten Schwimmer gesucht - doch der ist längst zu Hause gewesen. Der Einsatz könnte für ihn teuer werden.
Der 36-Jährige stieg Polizeiangaben zufolge am Dienstagabend gegen 18.45 Uhr in den Eisbach und wollte sich treiben lassen. Als er nicht zurückkehrte und seine Kleidung am Ufer lag, alarmierte ein Freund gegen 20 Uhr die Beamten.
Rund anderthalb Stunden lang suchten zahlreiche Einsatzkräfte nach dem Mann. "Neben mehreren Polizeistreifen kamen Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei, eine Polizeidrohne, ein Hubschrauber sowie Kräfte der Berufsfeuerwehr mit Tauchern zum Einsatz", erklärte das Münchern Polizeipräsidium.
Gegen 21.25 Uhr fanden die Rettungskräfte ihn schließlich wohlbehalten an seiner Wohnanschrift im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Er hatte sein Bad beendet und war laut einem Polizeisprecher wohl nur mit der Badehose bekleidet nach Hause gegangen, ohne jemanden zu informieren.
Vermisster war so betrunken, dass er nicht vernommen werden konnte
Der Bekannte gab an, dass die beiden zuvor "sehr viel Bier und Wodka getrunken hatten". Ein Alkoholtest wurde laut dem Polizeisprecher nicht durchgeführt. Als die Beamten den 36-Jährigen zu Hause fanden, konnte er demnach wegen seines Zustands nicht befragt werden. Wie er es nach Hause schaffte, war zunächst nicht bekannt. Ob er die Kosten des Einsatzes tragen muss, soll nun geklärt werden.
Die Polizei wies in diesem Zusammenhang auf mögliche Gefahren beim Baden in Seen und Flüssen hin und verwies auf die Sicherheitstipps des Innenministeriums.
Titelfoto: Leonie Asendorpf/dpa
