Kampf gegen Mietwucher: Stadt München plant Mietenmonitor

Von Sabine Dobel

München - Die Stadt München will mit einem digitalen Mietenmonitor gegen möglicherweise rechtswidrig hohe Mietforderungen vorgehen. Eine entsprechende Beschlussvorlage soll das Sozialreferat dem Sozialausschuss des Stadtrats am 24. September zur Entscheidung vorlegen, wie die Stadt mitteilte. 

Der Mietenmonitor ist vorerst mit einer Projektdauer bis Ende 2028 angelegt.  © Peter Kneffel/dpa

Das Tool soll öffentlich zugängliche Online-Wohnungsangebote automatisch auswerten, mit den Merkmalen des jeweils gültigen Mietspiegels abgleichen und dabei verdächtig hohe Mieten erkennen.

Bei deutlichen Überschreitungen sollen Vermieter anschließend auf die rechtlichen Vorgaben hingewiesen und gebeten werden, ihr Mietangebot zu überprüfen.

Der Mietenmonitor ist vorerst mit einer Projektdauer bis 31. Dezember 2028 angelegt und wird dann auf seine Wirksamkeit evaluiert.

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In privatrechtlich abgeschlossene Mietverträge könne die Stadt nicht eingreifen, hieß es bei der Stadt weiter.

"Die Mieten in München liegen auf Rekordniveau", sagte Oberbürgermeister Dominik Krause (36, Grüne). "Als Stadt wollen wir alle Möglichkeiten nutzen, um die Preisspirale auf dem Mietmarkt zu bremsen." Nicht immer sei Vermietern bewusst, dass ihre Mietforderung möglicherweise rechtswidrig sei.

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Insbesondere der Nachweis, dass ein knappes Angebot an vergleichbarem Wohnraum ausgenutzt wurde, sei selbst in München schwer zu erbringen. Die Stadt fordere deshalb seit Jahren zusammen mit anderen Städten eine Gesetzesänderung auf Bundesebene - bisher aber erfolglos.

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