Schon wieder! Beinahe-Unfall an Münchner Bahnübergang: Ermittlungen gegen Schrankenwärter

München - Vermutlich wegen des Fehlers eines Schrankenwärters ist es an der S-Bahn-Haltestelle Fasanerie in München erneut beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Auto gekommen. Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits Anfang des Jahres an dem Bahnübergang gegeben.

Der zusätzlich gesicherte Bahnübergang am S-Bahn-Haltepunkt Fasanerie. (Archiv)
Der zusätzlich gesicherte Bahnübergang am S-Bahn-Haltepunkt Fasanerie. (Archiv)  © Bundespolizeidirektion München

Der Autofahrer hatte am Dienstag gegen 16.30 Uhr die ungesicherte Stelle am Bahnübergang auf der Feldmochinger Straße überquert, als sich ein aus Regensburg kommender Regionalexpress näherte, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte.

Dank einer Schnellbremsung des Lokführers habe ein Zusammenstoß in letzter Sekunde verhindert werden können.

Die Schrankenanlage an dem Bahnübergang ist den Angaben zufolge seit August 2022 beschädigt und nur teilweise funktionsfähig. Sie wird deshalb von einem Schrankenwärter und - zum Zeitpunkt des Vorfalls - zwei Sicherungsposten gesichert. Trotz des gemeldeten und ankommenden Zuges sei die Schranke aber geöffnet gewesen.

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Erste Ermittlungen deuten laut Bundespolizei darauf hin, dass der Schrankenwärter für den Vorfall verantwortlich ist: Obwohl ihm zwei Züge gemeldet worden seien, habe er nach der Durchfahrt des ersten Zuges die Schrankensicherung durch die Sicherungsposten aufheben lassen.

Derselbe Schrankenwärter wie beim ersten Vorfall soll verantwortlich sein

Anfang des Jahres wäre eine S-Bahn an derselben Stelle beinahe mit Autos und Fußgängern kollidiert. In beiden Fällen werde wegen Gefährdung des Bahnverkehrs gegen den Schrankenwärter ermittelt. Es handele sich um denselben Mitarbeiter, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Der Bahnübergang Fasanerie wurde laut Angaben der Bahn am 24. August 2022 bei einem Unfall so stark beschädigt, dass er komplett erneuert werden müsse. Planung, Materialbeschaffung und Umbau würden mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Die Arbeiten hätten Anfang März begonnen und sollten bis Jahresmitte abgeschlossen sein.

Titelfoto: Bundespolizeidirektion München

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